Platz fürs Dorf

Hier an der Gabionenmauer unterhalb des Maibaumes wird in Gunzendorf das neue Bushäuschen installiert, dazu soll der Platz optisch aufgewertet werden. Bild: swt

Nun kommt auch der nordöstlichste Ortsteil von Auerbach in den Genuss einer Dorferneuerung. Auf gleich zwei Plätzen, die verschönert werden sollen, einigten sich die Bürger am Mittwochabend. Es gibt auch schon Details.

Die Stadt hatte zu einer Ortsbegehung eingeladen, der zahlreiche Zogenreuther folgten. Landschaftsarchitektin Ursula Barth aus Ohrenbach war ebenfalls gekommen und unterbreitete gleich einige Vorschläge.

Im Detail dreht es sich zum einen um den Platz in der Dorfmitte, auf dem derzeit der Maibaum steht. Dort hat Platzeigentümer Siegfried Neukam vor einiger Zeit eine Gabionenmauer zur Stütze errichtet und signalisiert, dort einen Dorfplatz inklusive Bushäuschen zu forcieren. Bis dato wurde das auch von den Zogenreuthern unterstützt. Bei einer früheren Begehung, initiiert von Ortssprecher Wolfgang Wiesent, war auch der Buslinienbetreiber (RBO) mit vor Ort, damit geklärt werden konnte, ob die Zogenreuther Kinder, die nach Eschenbach in die Schule gehen, nicht im Dorf abgeholt werden, beziehungweise mittags aussteigen können. Bislang mussten die Kinder nämlich bis zur Kreisstraße laufen.

Linie durch Zogenreuth

Die RBO wird nun ab September eine Linie durch Zogenreuth führen. Einsteigen können die Kinder in der Dorfmitte, aussteigen am Mittag am Anwesen Schmidt im unteren Dorf. Was nun fehlt, ist ein modernes Bushäuschen. Der Platz in der Dorfmitte wäre ideal, darüber waren sich die Teilnehmer einig. Linksseitig vor der Gabionenmauer wird ein Konstrukt aus Stahl und Glas die wartenden Passagiere schützen. Der Bus kann gut halten und die Kinder können gefahrlos einsteigen.

Ein erweiterter Dorfplatz mit Brunnen, der auch zum Verweilen oder Feiern einlädt, sollte dort zusätzlich entstehen. Barrierefrei und mit einem festen Pflasteruntergrund. Junge Familien allerdings hatten sich eine bessere Variante am Kinderspielplatz vorgestellt. Am unteren Ende des Dorfes wird das Areal rege von Klein und Groß genutzt, daneben steht ein alter Stadel. Besitzer Ludwig Schmidt hatte gegenüber Ortssprecher Wiesent bereits signalisiert, den Stadel wegzureißen und den Platz für eine ansprechende Nutzung freizugeben. Bei der Besichtigung war auch Bürgermeister Joachim Neuß von der Idee angetan, dort einen Dorfplatz zu errichten, der gemeinsame Feste oder Aktivitäten folgen lässt. "Wir sind offen für alles, wenn wir investieren", sagte der Rathauschef, der erstmals von der Idee hörte.

Architektin Ursula Barth hatte auch gleich einige Vorschläge parat. So soll der Spielplatz in die Gestaltung mit einbezogen werden, Sitzgelegenheiten und passende Beschattung durch Bäume die Qualität heben und eventuell auch der nebenstehende Bach integriert werden. Ideal sei der Platz auch deshalb, weil dort gleich daneben das Feuerwehrhaus steht, dort ist ebenfalls regelmäßig was los. Bis zum Herbst wird die Ohrenbacherin dem Dorf einen ausgearbeiteten Plan vorlegen. Dann können die Zogenreuther noch einmal mitreden. Läuft alles nach Plan, wird 2016 mit der Umsetzung begonnen. An den Stammtisch Haba'dere, der für Kirwabaum und Maibaum und die zugehörigen Zusammenkünfte in der Dorfmitte verantwortlich zeichnet, richtete Neuß die Bitte, die Aktivitäten vielleicht auch an den neuen Dorfplatz zu verlegen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Zogenreuth (30)Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.