Plus für die Gesundheit

Die Kliniken AG arbeitet an der Zukunft des früheren Krankenhauses in Eschenbach. Allerdings geht es der Stadt nicht schnell genug voran. Bild: rn

Vom Krankenhaus nichts Neues? Eschenbachs Stadtrat vermisst Neuigkeiten zur Zukunft des Baus. Die Kliniken AG will sich aber keine Untätigkeit vorwerfen lassen. Im Gegenteil: Der Betreiber plant zweigleisig.

(rn/wüw) Der Stadtrat wunderte sich in seiner jüngsten Sitzung über die Funkstille. Roland Schusser hatte vergangenen Herbst der Kliniken AG ein Konzept zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung in Eschenbach vorgelegt. Am 25. November beschloss der Aufsichtsrat ein externes Gutachten. Die Stadt sicherte zu, dafür ein Viertel der maximal 50 000 Euro Kosten zu bezahlen. "Ich habe vom Fortgang des Gutachtens bisher keinerlei Informationen erhalten", sagte nun Bürgermeister Peter Lehr in der Sitzung. Auch Geld habe die Kliniken AG noch keines von der Stadt haben wollen.

Der Krankenhausbetreiber möchte den Vorwurf der Untätigkeit allerdings nicht auf sich sitzen lassen. Die Suche nach einem Gutachter laufe, sagt Kliniken-Sprecherin Rita Stadler. Der Kliniken-Vorstand habe Gespräche mit Experten geführt, die Auswahl sei aber nicht leicht. "Das Thema ist sehr komplex. Es gibt nicht viele, die uns bei der Beurteilung wirklich weiterhelfen können."

Zudem planen die Kliniken zweigleisig. Die AG möchte sich mit den beiden Landkreisen und der Stadt Weiden für das Programm "Gesundheitsregion Plus" bewerben. Dieses soll beitragen, die Situation in unterversorgten Gebieten zu verbessern. Das Programm decke einen großen Teil der Schusser-Vorschläge ab. "Allerdings mit einem Zuschuss von 70 Prozent", sagt Stadler. Das Programm laufe bis 2019. In die Planung sei Roland Schusser eingebunden. Eine Nachfrage bei ihm hätte den Stadträten gereicht, um auf den neuesten Stand zu kommen.
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