Pokal-Fieber am Wasserwerk

Die Pokal-Sensation gegen den SSV Jahn Regensburg ist gerade einmal vier Wochen her. Damals schlug die SpVgg SV Weiden den haushohen Favoriten mit 1:0. Gegen ein ähnliches Ergebnis hätten Ralph Egeter (Bild) und Co. auch im Spiel gegen den FC Eintracht Bamberg nichts einzuwenden. Bild: Eger

TSV Thiersheim, SV Seligenporten und SSV Jahn Regensburg - diese drei Teams hat die SpVgg SV Weiden auf dem Weg ins Viertelfinale des Bayerischen Pokals aus dem Weg geräumt. Nun wartet der Regionalligist FCE Bamberg. Folgt heute um 19 Uhr im Sparda-Bank-Stadion die nächste Pokal-Sensation?

Weiden. (lst) "Da sind wir, wie zuletzt gegen Seligenporten und den SSV Jahn, erneut nur krasser Außenseiter", sagt jedoch SpVgg-SV-Trainer Christian Stadler.

Im Pokal überwintern

Die Schwarz-Blauen haben sich in dieser Saison zum sogenannten "Pokalschreck" entwickelt. Nachdem in der letzten Spielzeit schon in der zweiten Runde gegen die SpVgg Selbitz das Aus gekommen war, scheint die Weidener Mannschaft heuer so richtig Gefallen am oft kritisierten BFV-Wettbewerb zu finden. "Es läuft dieses Mal", so Stadler, der auch nur bedingt ein Freund des Pokals ist, der ihm und seiner Elf bislang etliche englische Wochen beschert hat. Daher ist für ihn gegen Bamberg klar: "Wir wollen nochmals für eine Überraschung sorgen und im Pokal überwintern."

Denn dann würde es im nächsten Jahr im Halbfinale, in dem die SpVgg SV als klassenniedrigster Verein im laufenden Wettbewerb erneut Heimrecht genießen würde, "ans Eingemachte gehen". Denn unter Umständen könnte schon der Einzug ins Endspiel reichen, um automatisch für die lukrative erste Runde des DFB-Pokals qualifiziert zu sein. So weit will Stadler aber noch nicht denken, vielmehr sind er und seine Spieler auf die Partie gegen den FC Eintracht fokussiert. "Das wird mindestens genauso schwer wie gegen Regensburg", weiß der Coach. Denn nachdem seine Elf bislang im Pokal für Furore gesorgt habe, werde sie kein Gegner mehr unterschätzen.

Respekt vor SpVgg SV

Und damit hat Stadler Recht, was den FC Eintracht Bamberg, derzeit Tabellen-16. der Regionalliga Bayern, betrifft. "Wir sind gewarnt. Denn Weiden hat mit Seligenporten einen Regionalligisten und zuletzt mit Regensburg einen Drittligisten aus dem Pokal geworfen. Und derzeit steht die SpVgg SV in der Bayernliga Nord auf dem zweiten Tabellenplatz", erklärt Vorsitzender Mathias Zeck. Das seien Belege dafür, dass Qualität im Kader der Weidener vorhanden sei.

Der FC Eintracht Bamberg 2010 um Trainer Roberto Pätzold kann nach dem torlosen Remis im Ligaspiel gegen das Spitzenteam der Würzburger Kickers am Donnerstag gestärkt nach Weiden fahren. Ins Viertelfinale zog Bamberg, in dessen Reihen so bekannte Akteure wie der Ex-Hofer Daniel Schäffler, der Ex-Amberger Lukas Dotzler oder Top-Torjäger Nicolas Görtler stehen, durch einen 11:1-Sieg beim Kreisligisten STV Deutenbach (Kreissieger Nürnberg/Frankenhöhe), ein 6:0 beim Bezirksligisten 1. FC Oberhaid (Kreissieger Bamberg/Bayreuth/Kulmbach) sowie einen 1:0-Erfolg im Achtelfinale beim Bayernligisten Viktoria Aschaffenburg ein. "Auch wenn Bamberg in der bisherigen Saison in der Regionalliga noch kein Spiel gewonnen hat, sind die Oberfranken sicherlich besser, als es ihr momentaner Tabellenplatz aussagt", weiß Stadler. Denn viele Begegnungen seien nur knapp verloren worden. "Bamberg ist eine Hausnummer, eine ganz andere als Seligenporten. Da müssen wir schon einen absoluten Sahnetag erwischen."

Stadler kann bis auf den Langzeitverletzten Andreas Koppmann und den beruflich verhinderten Christoph Hegenbart seine Bestbesetzung ins Rennen schicken.
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