Politischer Aschermittwoch mit Rück- und Ausblick zur Energiewende - Genesungswünsche für ...
Zeno weiterhin unter Strom

Der Flosser Bürgermeister Günter Stich und der Flossenbürger SPD-Vorsitzende Roman Schell (von rechts) ließen sich mit den Gästen Kartoffeln und Bratheringe schmecken. Bild: nm
Flossenbürg. (nm) Die Grippewelle dezimierte beim Politischen Aschermittwoch der SPD die Gästezahl in "Murphys Pilsstube". Bürgermeister Günter Stich aus dem Nachbarort Floß beleuchtete Aspekte rund um die Zeno (ZukunftsEnergieNordoberpfalz).

Beweggründe für die Thematik schilderte Vorsitzender Roman Schell den Besuchern, unter ihnen eine Delegation der Flosser SPD um Vorsitzende Eli Dreßler. "Hinter der Zeno steht der Gedanke, dem Energiesektor auf regionaler Ebene Aufmerksamkeit zu widmen. Das ließ sich mit der gegründeten GmbH und der Bürger-Energiegenossenschaft verwirklichen, auch wenn der Weg nicht leicht war und ist."

Schell forderte auf, beharrlich weiterzumachen. Eines der Hauptziele müsse es sein, den Strom dort zu erzeugen, wo er gebraucht werde. "Zudem lässt sich so die Wertschöpfung in der Region halten."

Stich ließ die Zeno-Entwicklung Revue passieren: "Wesentliche Impulse für eine Energiewende auf kommunaler Ebene gingen von Floß und Flossenbürg aus. Dafür wurden wir nicht nur einmal belächelt und mehr als hart angegangen." Inzwischen sind acht Kommunen dabei, und die Zeno GmbH brachte Millionenprojekte auf den Weg. Wirklichkeit wurde die kommunale Federführung bei den Solarparks in Tännesberg und Hütten.

"Aktuell laufen Gespräche zu weiteren Projekten, auch wenn es von der Politik keine Unterstützung gibt." Konkret verwies der Redner auf die 10-H-Regelung, die im Bereich der Windenergie fast jegliches Engagement zunichte mache. "Die Gefahr, dass in einigen Jahren nicht unsere eigenen Windräder in der Region stehen, sondern wir uns die Anlagen großer Konzerne anschauen müssen, besteht durchaus."

Aufgeben oder kürzer treten komme nicht in Frage. Es gebe in Zukunft nach wie vor wichtige Ziele und einen Plan B: "Schon in Kürze wird die Lieferung von Zeno-Strom angeboten." Positiv fiel der Überblick zur Zeno-Bürger-Energiegenossenschaft aus. Die startete Ende 2011 mit 23 Mitgliedern und 23 000 Euro Kapital. Inzwischen sind daraus 221 Genossen geworden, die 840 000 Euro einbrachten.

Unter Beifall richteten Stich und Schell Genesungswünsche an Bürgermeister Johann Kick, mit der Hoffnung auf baldige Rückkehr. Neben Sachthemen kam der Fisch nicht zu kurz. Peter Gruber, Gastgeber und dritter Bürgermeister, brachte Heringsvariationen auf den Tisch und servierte dazu Kartoffeln.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.