Polizei legt Zahlen aus drei Gemeinden vor
"Die Bürger können sich sicher fühlen"

Mit Daten zum Unfallgeschehen und zur Entwicklung der Straftaten versorgten (von links) Karl-Heinz Escher und Manfred Plößner die Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl und Hans Durst im Königsteiner Rathaus. Bild: wku
Die Statistik der Polizeiinspektion Auerbach zeigt für die Gemeinden Königstein, Edelsfeld und Hirschbach eine niedrige Kriminalitätsbelastung. Zudem übertreffen die Polizeibeamten in Auerbach und Vilseck mit mehr als 66 Prozent die Aufklärungsrate in Bayern und der Oberpfalz deutlich. "Die Bürger können sich sicher fühlen", versicherte Karl-Heinz Escher, der Leiter der Auerbacher Polizeiinspektion.

Die Bürgermeister Hans Koch, Hans Durst und Hans-Jürgen Strehl waren sehr zufrieden mit den Zahlen, die ihnen Escher und sein neuer Vize Manfred Plößner im Königsteiner Rathaus vorlegten. Er war zum 1. Mai von der Polizeiinspektion Eschenbach nach Auerbach gewechselt und nutzte das Sicherheitsgespräch, um sich den Gemeindeoberhäuptern vorzustellen.

Im Bereich der Polizeiinspektion Auerbach mit der Polizeistation Vilseck leben 23 000 Einwohner sowie etwa 15 000 Amerikaner. 618 Verbrechen und Vergehen weist die Statistik aus. Während sich die Zahl der Delikte in Edelsfeld 2014 von 14 auf 20 erhöhte, ging sie in Hirschbach von 20 auf 16 und in Königstein von 30 auf 25 zurück. In Hirschbach gab es zwei Fälle von Gewaltkriminalität, in Königstein einen.

Dagegen steht in der Straßenkriminalität Königstein mit drei Fällen in der Statistik, Edelsfeld mit sechs und Hirschbach mit einem. Neun Diebstähle gab es in Königstein und Edelsfeld, drei in Hirschbach. Rauschgiftfälle gab es in Königstein und Edelsfeld je einen, zwei in Hirschbach. Der Hauptanstieg der Drogendelikte entfiel auf den Gemeindebereich Vilseck.

Ein Zuwachs der Sachbeschädigungen mit 101 Fällen war ebenfalls zu verzeichnen. Hierzu zählen die Beschädigungen an Kraftfahrzeugen und Schmierereien. "Hier wird die Bevölkerung um Mithilfe gebeten", erklärte Escher. Die Fahrradbesitzer rief er auf, ihre Rahmennummer zu notieren und beim Diebstahl der Polizei mitzuteilen. Sonst gäbe es kaum eine Chance, das Rad wieder zu beschaffen.

517 Verkehrsunfälle wurden 2014 polizeilich aufgenommen. Ein Großteil davon waren Kleinunfälle. Allerdings stieg die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um neun auf 76. 70 Unfälle mit Fahrerflucht wurden registriert, von denen etwa ein Drittel aufgeklärt werden konnte.

Escher berichtete noch über einen außergewöhnlichen Fall. Während eines Familienstreits, der sich an lauter Musik entzündet hatte, bedrohte ein Beteiligter seinen Widersacher mit einem Messer. Beim Eintreffen der Polizei verschanzte er sich samt zweier Hunde im Haus und ließ die Beamten wissen, dass er jeden erstechen werde, der ihm zu nahe kommt. Sondereinsatzkräfte rückten an und umstellten das Anwesen. Während der Verhandlungen zeigte sich der Beschuldigte dann gesprächsbereit, öffnete von sich aus die Tür und ließ sich festnehmen.
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