Polizeiinspektionen Eschenbach und Kemnath geben Entwarnung: Keine Einbrüche
Wachsam und vorsichtig sein

(esc) Im Internet kursieren Warnungen: Drei angeblich ungarische Männer würden sich in Pressath und Schwarzenbach herumtreiben sowie an Haustüren klingeln und um eine Schmerztablette oder ein Glas Wasser bitten. Das Trio stehe im Verdacht, Hauseinbrüche zu verüben, heißt es in der Warnung, die auf Facebook die Runde macht. Die Polizei sei angeblich informiert. Auf Nachfrage bestätigt Polizeihauptkommissar Werner Stopfer von der Polizeiinspektion Eschenbach, dass sie "Mitteilungen diesbezüglich erhalten" hätten. "Es gab aber keine Einbrüche", sagt er.

Am Donnerstag habe es "ähnlich gelagerte Einsätze" gegeben: Gegen 15 Uhr meldete ein Ehepaar aus Schwarzenbach, dass drei Männer im Ort unterwegs seien, die auch an Wohnungen geklingelt und nach einer Schmerztablette gefragt hätten. Beim Nachbarn hätten die Männer nach Fahrrädern gefragt. Sie seien mit einem weißen Citroen Jumper unterwegs gewesen. "Wir haben nachgeschaut, aber nichts feststellen können", berichtet Stopfer.

In Pressath sei weiterhin ein "älterer Golf aufgefallen". Die Fahrer hätten um Benzingeld gebettelt. Als Gegenleistung würden dann Schmuckstücke angeboten. "Das ist eine Masche, die schon seit längerem in Umlauf ist", weiß der Beamte. "Die Leute täuschen Benzinmangel vor, wollen Geld, dafür bekommt man dann einen Ring." Helfer geben den vermeintlich Bedürftigen 30 bis 40 Euro. Das sei auch am Donnerstag der Fall gewesen. Zum Überfall in Weiden (siehe Seite 1) sei bisher kein Zusammenhang festzustellen. Ihre Beobachtungen geben die Eschenbacher Polizeibeamten aber auf jeden Fall an die Kripo in Weiden weiter.

Grundsätzlich aber sollten Menschen vorsichtig sein. Sollte ein Fremder an der Haustüre um etwas bitten, "dann auf jeden Fall die Türe nicht offen stehen lassen", betont Stopfer. "Verschiedene Wahrnehmungen" sollten weiterhin der Polizei gemeldet werden. Besonders wichtig: die Beschreibung von Fahrzeug und Personen. Höchste Vorsicht ist auch bei den Benzinbettlern geboten: "Die stehen teilweise auf der B 470, verschwinden auch schnell wieder." Am besten sei es, sich das Autokennzeichen zu merken.

Diesen Trick kennt auch Polizeioberkommissar Thorsten Fiebiger von der PI Kemnath: "Die Masche ist bekannt." In letzter Zeit sei im Zuständigkeitsbereich nichts vorgefallen. Auf keinen Fall sollten Helfer Notleidenden ihren Namen und ihre Adresse nennen. Das Allerwichtigste sei, keine personenbezogenen Daten und kein Geld herzugeben. "Am besten immer die Polizei rufen, dann sieht man ja, wie der Betroffene reagiert."
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