Polizeipuppenbühne spielt für Kindergärten
Keine Angst vor langen Nasen

Gut, dass die Mädchen und Buben aus den vier Auerbacher Kindergärten und aus Königstein schon gehört hatten, worauf Fußgänger achten müssen, wenn sie die Straße überqueren wollen. Deshalb konnten sie dem Kasperl helfen, wenn der vor lauter Dusseligkeit wieder mal einfach losrennen oder auf der Straße Ball spielen wollte.

Einziges Ensemble

Großes Hallo gab es beim Gastspiel der Polizeipuppenbühne aus Weiden im Kolpingsaal. Das einzige Ensemble dieser Art im Bereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz besteht aus drei Mitwirkenden. Sowohl das Stück als auch die Handpuppen haben sie selbst "gebastelt".

Polizistin Brigitte trat während des Spiels immer wieder vor die Bühne und nahm die Kinder ins Geschehen mit. Es erzählte von einer bösen Hexe, die den Kasper verzauberte. Selbst einfachste Verkehrsregeln wusste er nicht mehr. Davon sollte er erst befreit werden, wenn er im Straßenverkehr drei Mal alles richtig macht.

Tränen verdrückt

Die Hexe schärfte den Kindern ein, dem Kasperl dabei nicht zu helfen: "Sonst wachsen Euch lange Nasen!" Das hielt die Kleinen aber nicht ab, Kasperl und seinem Freund, dem Hund Wuschel, in die richtige Spur zu bringen. Und auch die böse Hexe tricksten sie schließlich aus. Wuschel verjagte sie mit einem Biss in den Po. Viel Beifall gab es am Schluss von den Kindern, auch wenn der eine oder andere eine Träne verdrückte, hatte er doch geglaubt, es würde ihm wirklich eine lange Nase wachsen.

Vor über zehn Jahren

Mit ihrer Puppenbühne betrat die Polizeidirektion Weiden vor mehr als zehn Jahren im Bereich Niederbayern/Oberpfalz Neuland. Sie bereitet Themen der Verkehrserziehung und Kriminalprävention auf spielerische Weise auf. Polizeipuppenbühnen gab es zuvor nur in Nürnberg und München.

Mehr als 1000 Vorstellungen absolvierten die drei Beamten bis heute - wohlgemerkt neben ihrer eigentlichen Tätigkeit als Polizisten im Streifendienst.

Nach dem Präventionspreis der Bayerischen Polizei folgte die herausragende Auszeichnung durch die Landesverkehrswacht Bayern beim "Wettbewerb um den Bayerischen Verkehrssicherheitspreis 2013".
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