Prachtstück vom Acker

Mit 702 Gramm Gewicht dürfte diese Kartoffel eine der schwersten ihrer Art sein, die ein "Erdäpfel-Bauer" aus der Nähe des Rauhen Kulmes heuer ausgegraben hat. Dass es angeblich die dümmsten Bauern sind, die die größten Kartoffeln ernten, wird ihm angesichts dieses Prachtexemplars ganz sicher egal sein. Bild: gpa

Bei ihrem Anblick kam der Landwirt ins Schwärmen: Genau 702 Gramm auf die Waage brachte eine Kartoffel, geerntet auf einem Acker im Umkreis des Rauhen Kulms.

Ein Erdäpfel dieser Größenordnung sei eher eine Seltenheit, sagt der Landwirt und lacht, wenn er den Spruch hört, wonach die dümmsten Bauern die größten Kartoffeln haben: "Des hout wahrscheinli amal a Nachbar g'sagt, der neidisch g'wesn is, weil er selber blous latter Kruzala (lauter kleine Kartoffeln) af sein Acker g'habt hout!" Man müsse seinen Acker auch pflegen, wie einmal ein Erdäpfelbauer gesagt habe: "Wo nicht Mistus, da nicht Christus" (Wo kein Dünger, da auch keine Ernte).

Der weitere Weg des Prachtexemplars wird der seiner Artgenossen sein: Die 702-Gramm-Kartoffel wird als Kartoffelsalat, Bratkartoffel, Püree, Kartoffelpuffer oder als Pommes frites dem Erdäpfel-Liebhaber Freude machen. Als Ofen- oder Pellkartoffel hat sie dagegen Maß und Gewicht überschritten. In städtischen Gourmet-Lokalen könnte sie als "aufgeschmälzte Kartoffel-Suppe Oberpfälzer Art" dem Chefkoch ein Vielfaches ihres Materialwerts einbringen.

Denn die Kartoffel ist nicht nur bei der Landbevölkerung beliebt, wie auch die bayerische Kartoffelkönigin Franziska I. anmerkt. "Sie ist das gesündeste und fettärmste Nahrungsmittel, enthält neben Ballaststoffen reichlich Kalium, Vitamin C und B."
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