Prächtige Leistung

Die Ehrengäste um Dekan Dominik Sobolewski (rechts) waren allesamt vom sanierten Pfarrhaus begeistert. Viele Stunden Arbeit stecken in dem Bauwerk, die Gunzendorfer können stolz auf sich sein. Bild: eb

"Unser Mund ist voll Jubel, unser Herz voll Dank", sang der Kirchenchor unter Leitung von Michaela Neukam bei der Festandacht. Der Grund war ein freudiger: die Neueinweihung des Gunzendorfer Pfarrhauses durch Dekan Dominik Sobolewski.

Mit der Ortsverschönerung in Gunzendorf bekam der gesamte Ortskern ein neues Gesicht. Der Schwerpunkt lag dabei auch rund um den Bereich der Kirche. Die Begrüßung der Gäste und der Gläubigen übernahm Pfarrgemeinderatsvorsitzender Albert Siegler.

Renovierte Räume

In seiner Rückschau ließ er die zweieinhalbjährige Renovierung des Pfarrhauses samt Nebengebäude nochmals Revue passieren. Er stellte die Räumlichkeiten des Pfarrhauses vor, dessen Zimmer genutzt werden zur Erstkommunion- und Firmvorbereitung, Sitzungen von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung, Gruppenstunden mit den Ministranten oder zu Bastelabenden sowie als Proberaum des Kirchen- und Kinderchores. Auch die Krabbelgruppe trifft sich im Pfarrhaus. Die Landjugend ist im Obergeschoss beheimatet, unter deren Regie diese Räume renoviert wurden. Im Nebengebäude wird ein Raum von der Dorfgemeinschaft Gunzendorf als "Dorfstüberl" genutzt.

Albert Siegler betonte, dass sich viele Gemeindemitglieder durch tatkräftigen Einsatz und Spenden an der Renovierung des Pfarrhauses beteiligten. "Die Helfer waren zur Stelle bei der Renovierung des alten Gebäudes samt Nebengebäude, sei es beim Aufbau des Dachstuhles und Dachdecken und bei den Innenarbeiten wie Verputzen, Malerarbeiten, Saubermachen der Räume und beim Nähen der Vorhänge."

Ihnen allen, einschließlich der Kirchenverwaltung gehörte der Dank des Pfarrgemeinderatsvorsitzenden. Dabei hob er besonders die Bemühungen des Kirchenpflegers Eugen Müller hervor." Er war unser Bauleiter bis zum Abschluss der Renovierung, auch als er dieses Amt nicht mehr inne hatte", betonte Siegler, der in seinen Dank auch die Kirchenverwaltung mit Kirchenpfleger Herbert Lindner sowie Pfarrer Kurian Chackupurackal, die bei der Planung und Ausführung wesentlich beteiligt waren, mit einschloss. Zuschüsse für das Projekt gab es von der Erzdiözese Bamberg, vom Bezirk Oberpfalz, von der Landesstiftung, vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und vom Amt für ländliche Entwicklung.

Großer Einsatz

Durch das Dorferneuerungsprogramm der Stadt Auerbach gab es ebenfalls eine Bezuschussung für die Maßnahme dieses Programmes. Insgesamt wurden 280 000 Euro an Zuschüssen bewilligt.

Bürgermeister Joachim Neuß, der in Begleitung der Stadträte Josef Lehner und Maria Regn an der Segnung teilnahm, wies darauf hin, dass durch das Dorferneuerungskonzept auch das Pfarrhaus und dessen Umfeld erneuert wurde. Den Dorfbewohnern und der gesamten Kirchengemeinde sowie allen, die an dem Projekt beteiligt waren bescheinigte er: "Es wurde mit großem Einsatz und viel Leidenschaft gearbeitet." Extra zu den Lobesworten gab es ein Geldgeschenk und eine Uhr.

In einer Rückschau erläuterten Raimund Karl vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege sowie Architekt Anton Landgraf von der Firma ALS Ingenieure Amberg die vorherigen Schäden am Pfarrhaus, die auch an einer Schautafel veranschaulicht waren.
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