Praktizierte Nachbarschaftshilfe

Wie Nachbarschaftshilfe in der Praxis abläuft, das ist tagtäglich zu sehen. Wenn der weiße Kastenwagen von Günter Regn vor einem Haus hält und Waren ausgeladen werden, gibt es Nachschub für ältere und kranke Mitbürger, die nicht selbst zum Einkauf kommen können oder für die Tüten schleppen nicht mehr machbar ist. Auf den Service ist Verlass: "Während der 40 Jahre war unser Geschäft ein einziges Mal für einen halben Tag geschlossen." In umgekehrter Richtung funktioniert das Ganze auch. Wenn helfende Hände gefragt sind, stößt Regn nie auf taube Ohren. Wie es mittel- und langfristig weitergeht, darauf gibt es keine abschließende Antwort: "Das hängt von vielen Faktoren, unter anderem von Sohn Christoph ab. Wir sind ein Familienbetrieb, die enormen Unkosten müssen jeden Monat erst erwirtschaftet werden und die Flossenbürger müssen uns weiterhin die Treue halten." Nicht gelten lässt Günter Regn im Übrigen die Aussage, im Supermarkt lasse sich alles billiger einkaufen. Dem sei keineswegs so: "Ein Großteil der Waren ist auf den Cent genau gleich ausgezeichnet. Mit Sonderaktionen können wir nicht mithalten. Aber wer solche Schnäppchen will, muss erst ins Auto steigen und einige Kilometer fahren. Das kostet auch." (nm)
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