Preiswerte Weiberwirtschaft

Maria Popp (Mitte) nahm den Preis von Staatssekretär Albert Füracker und Kreisvorsitzender Gudrun Brändel-Fischer entgegen. Bild: hia

Die Hutzaweiber sind in diesem Jahr die Träger des CSU-Bürgerpreises. Zur Preisübergabe kam ein Spitzenpolitiker nach Windischenlaibach.

Die Hutzaweiber erhielten von Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker den CSU-Bürgerpreis 2015 im Landkreis Bayreuth überreicht. Mit diesem ehrt die Landkreis CSU seit dem Jahr 2000 Personen und Organisationen, "die in außergewöhnlicher Weise zum gesellschaftlichen, sozialen oder kulturellen Leben der Heimat beitragen". 49 Hutzaweiber waren in ihren grünen T-Shirts in der Dorfmitte aufmarschiert. Sie gaben den Ehrengästen eine Kostprobe ihrer Dicht- und Sangeskunst.

Zuvor hatten die Speichersdorfer Musikanten ein halbstündiges Standkonzert gegeben. Die ganze Kreisverbandsführung war aufmarschiert. "Ich bin überwältigt von euch Windischenlaibachern", so CSU-Ortsvorsitzender Franc Dierl. "So ein Zusammenhalt und so eine Gemeinschaft ist eine Ausnahme." Als Preisträger stünden die Hutzaweiber In einer Reihe mit Landjugendgruppen, Kindertagesstätteneinrichtungen, FGV-Ortsgruppen, der Tafel, Bürgerinitiativen, der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe. "Ihr seid zweifelsohne die erste Gruppe, die gesellschaftlich in den Ort so hineinwirkt."

"Alles, was ich gelesen habe, war positiv", sagte dann Albert Füracker. In einer humorvollen Laudatio würdigte er die Pflege der Gemeinschaft und den Beitrag der Hutzaweiber zur Gestaltung ihrer Heimat. Bislang habe nur der Katholischen Frauenbund nicht gefragt, ob er Mitglied werden will. Es sei gut, dass sich die Männer auch bei den Hutzaweibern raushalten. "Ihr seid ein Musterbeispiel für Brauchtumspflege", sagte Füracker. Füracker begrüßte, dass selbstbewusste Damen ein fester Bestandteil der Dorfgemeinschaft seien. "Ich sage Danke für dieses bürgerschaftliche Engagement."

Für die Hutzaweiber dankte Maria Popp. "Wir waren sehr überrascht und erfreut, dass man uns im ganzen Landkreis kennt." Vor zehn Jahren hätten sie nicht gedacht, dass sie so eine feste Gemeinschaft würden. Sie erinnerte an die verstorbenen "Golden Girls der ersten Stunde": Anna Matzke, Babette Engelbrecht, Hilde Gräbner, Elise Ott und Trina Kauper. "Den Bürgerpreise nehmen wir aber nicht nur als Zeichen der Anerkennung, sondern auch als Ansporn, mit den Hutzaweibern weiterzumachen."

Als Dankeschön stimmten alle die Hymne auf sich und den Ortsteil an. Eine Diashow im Gemeinschaftshaus zeigte die Sternstunden der Hutzaweiber. "So eine Gemeinschaft ist mit Worten nicht zu beschreiben", sagten auch Gudrun Engelbrecht und Andrea Wolfohr, die mit zur Führung gehören. Neben Urkunde, Bürgerpreis und Blumen gab es aus den Händen von Franc Dierl zur Erinnerung eine Wasserwaage mit den Unterschrift aller Ehrengäste.
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