Premiere für diese Art Vierbeiner-Sport in Kreuth
Hunde ziehen alles

Beim Bikejöring darf der Hund das Mountainbike auch ziehen, aber schneller geht es, wenn der Fahrer selbst in die Pedale tritt. Bild: lev
"So ein Erlebnis, das schweißt Hund und Mensch noch mehr zusammen", sagt Organisatorin Michaela Betzmann. Und der Name der Sportart spricht für sich: Wildforest Trail.

Man bewegt sich dabei im Gelände, ob laufend, auf dem Mountainbike oder dem Scooter (einer Art Roller), ist zweitrangig. Ausschlaggebend war am Wochenende bei dem ungewöhnlichen Lauf auf Gut Matheshof, dass Vier- und Zweibeiner als eingespieltes Team agieren mussten, wenn sie vorne landen wollten. Seit drei Jahren organisiert die Veranstaltungsfirma Sog Events den Wettbewerb. Eine Premiere war dieses Mal, dass die Teilnehmer mit ihren Hunden starteten. Sie wurden dabei in unterschiedliche Klassen eingeteilt: Canicrosser (Läufer mit Hund), Dogscooter (ein oder zwei Hunde ziehen einen Wagen), Bikejörer (der Hund zieht das Mountainbike) und Happy-Dog (Breitensport auf der kürzeren 3,5-Kilometer-Strecke).

"Gelände hier ideal"

"Der eine geht mit seinem Dackel spazieren, ein großer Hund braucht aber entsprechend mehr Auslastung." Das weiß Organisatorin Michaela Betzmann aus eigener Erfahrung. Mit ihrem Mann hat sie zwei europäische Schlittenhunde zu Hause. Während des Auslaufs entstand auch die Idee. Seit zwei Jahren wollten sie etwas für Sportbegeisterte mit ihren Hunden organisieren. "Wir haben uns die Fachbereiche angeschaut und mit den Tierärzten beraten", erzählte Betzmann über die Vorbereitungen zum Event. Die Frage nach dem Ort war sehr schnell geklärt, denn "das Gelände hier ist ideal. Wir haben ein ganz unterschiedliches Gelände, bisschen Teer, aber vor allem Moos und Erde, was für die Hundepfoten optimal ist." Insgesamt waren in allen Kategorien 60 Teilnehmer angemeldet. "Für den Anfang ist es gut. Wir haben keine große Werbung gemacht. Wir versuchen es einfach und schauen, wie der Anlauf ist und wie wir das Ganze dann ausbauen können." Der Bedarf an solchen Veranstaltungen sei da: "Die Menschen wollen auch immer mehr mit ihrem Hund machen."

Kein Massenstart

Um eine Startnummer zu bekommen, mussten die Teilnehmer den Impfpass und eine Haftpflichtversicherung des Hundes vorlegen. Die Vierbeiner durften nicht jünger als 18 Monate sein, denn vorher sind die Gelenke noch zu weich und die Verletzungsgefahr ist zu groß. Die Organisatoren wollten einen Massenstart vermeiden und ließen die Teams gestaffelt starten, also mit kurzen Zeitabständen: "So sind die wenigsten Angriffspunkte für die Hunde da."

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Ergebnisse im Internet:

http://www.wildforest-trails.de/page/news.php
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