Premiere im Landkreis

Thomas Ebensberger, Gerhard Domaier, Martin Pösl, Markus Pflamminger, Philip Linsmeier, Julian Linsmeier, Stefan Ebensberger, Markus Lippert (von links) haben die Prüfungen gemeistert. Rechts im Bild Abnahmeberechtigter Johannes Schindler. Bild: hfz

Die Wölsendorfer Feuerwehr legte gehörige Klimmzüge hin: Acht Mitglieder absolvierten das Deutsche Feuerwehr-Fitnessabzeichen. Sie sorgten damit im Landkreis für eine Premiere.

Schwarzach-Wölsendorf. Bergen, Retten, Löschen, Schützen - diese Begriffe umschreiben das breitgefächerte Aufgabenfeld der 160 Feuerwehren im Landkreis Schwandorf. Eine überdurchschnittliche körperliche Leistungsfähigkeit ist dabei im Einsatz neben dem fachlichen Können ein Muss. Die zahlreichen Einsatzmittel, die im Ernstfall aus dem Löschfahrzeug entnommen und einsatzbereit aufgebaut werden müssen, haben mitunter ein beträchtliches Gewicht, dass die Floriansjünger in der gebotenen Eile im Laufschritt zur Einsatzstelle zu tragen haben. Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer sollten deshalb gleichermaßen vorhanden sein und trainiert werden.

Steht bei den Berufsfeuerwehren der Dienstsport als Pflichtaufgabe auf dem Dienstplan, so bleibt dagegen bei den ausschließlich ehrenamtlich tätigen Feuerwehrmännern und -frauen oftmals neben den vielen Einsatz- und Übungsstunden kaum mehr Zeit, um sich darüber hinaus noch sportlich zu betätigen.

Sport und Dienst

Anders läuft es bei der Feuerwehr Wölsendorf: Eine Gruppe von acht Aktiven aller Altersgruppen hat das Deutsche Feuerwehr Fitnessabzeichen für sich entdeckt und als erste Feuerwehr im Landkreis Schwandorf abgelegt. Träger dieses Fitnessabzeichens ist die Deutsche Feuerwehr-Sportföderation e.V., die diesen Wettbewerb seit 2007 deutschlandweit anbietet und so versucht Sport und Feuerwehrdienst unter einen Hut zu bringen.

Anders als bei den bekannten Leistungsprüfungen der Feuerwehr stehen Kraft, Ausdauer und Koordination im Mittelpunkt. In diesen Kategorien können die Teilnehmer verschiedene Disziplinen (fünf Kilometer Laufen, 20 Kilometer Radfahren, einen Kilometer Schwimmen, 40 Kilo Bankdrücken, Klimmziehen, Leitersteigen, Hindernisparcours) wählen, in denen sie versuchen, die durchgehend anspruchsvollen Zeitvorgaben für die möglichen Bronze-, Silber- oder Goldwertungen zu knacken. Am Abnahmetag durfte Johannes Schindler von der Feuerwehr Katzdorf - einer von zwei Abnahmeberechtigten im Landkreis - die Wölsendorfer auf Herz und Nieren prüfen. Die Ergebnisse: Zweimal Gold und sechsmal Silber. Schindler wünscht sich, dass viele Kameraden dem Wölsendorfer Beispiel folgen. Infos gibt es direkt bei ihm oder im Internet unter www.dfs-ev.de
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