Pressath/Grafenwöhr/Ebnath.
Halloween-Bilanz Teil zwei: Polizei berichtet von weiteren Streichen

Ganz so friedlich, wie am Montag gemeldet, ging das Halloween-Fest in der Nacht zum Samstag doch nicht über die Bühne. Zu den beiden Verletzten bei der Halloween-Party in Grafenwöhr (wir berichteten) gesellten sich zwei weitere. Auch die Polizeiinspektion Kemnath ermittelt nun wegen Halloween-Umtrieben. Am Sonntagnachmittag waren den Kemnather Beamten noch keine Vorfälle bekannt.

Kurz nach Mitternacht ging die erste Mitteilung über einer Schlägerei in Pressath ein. Wie berichtet pöbelte ein betrunkener US-Soldat in einer Gaststätte in der Hauptstraße herum, dass der Wirt ihn des Lokales verwies. Der Mann gab aber keine Ruhe - auf der Straße ging er auf andere Gäste los. Einer wehrte sich, der Betrunkene stürzte und zog "sich eine erhebliche Verletzung am Kopf" zu, wie es im Polizeibericht heißt. Trotz der Platzwunde verschwand er zu Fuß, das Rote Kreuz fand ihn am Straßenrand. Im Krankenwagen zeigte er sich aggressiv, dass die Polizei ihn fesseln musste. Polizeibeamte begleiteten dann sogar die Fahrt ins Klinikum Weiden. Dort musste zusätzlich eine MUS-Militärpolizei-Streife eingreifen, weil der Mann seine Kopfverletzungen nicht behandeln lassen wollte.

Eine Stunde später kam es zu der bereits vermeldeten Schlägerei bei der Halloween-Party in der Stadthalle Grafenwöhr. Unbekannte hatten dabei zwei junge Männer so heftig angegriffen, dass sie mit Jochbein- und Nasenbeinbrüchen sowie Hämatomen und Handverletzung ins Klinikum Weiden mussten. Während der Anzeigenaufnahme meldete sich ein weiterer Gast der Party. Nach seinen Angaben streckte auch ihn ein Unbekannter mit einem Faustschlag nieder. Auch er musste mit gebrochenem Nasenbein ins Klinikum Weiden.

Streitereien gab es auch in der Neuen Amberger Straße in Grafenwöhr. Polizei und US-Militär-Polizei verhinderten Schlimmeres. Lediglich ein US-Soldat ließ sich nicht beruhigen. Trotz Handfesseln gab er keine Ruhe, so dass die MP ihn auch an den Beinen fesseln musste. Dabei hagelte es Beleidigungen. Der stark betrunkene Soldat verbrachte den Rest der Nacht auf der MP Station Vilseck. In Sachen der Eierwürfe in der Eschenbacher Esperngasse sucht die Polizei nach vier jungen Mädchen. Sie sollen zwischen 20 und 20.15 Uhr eine Außenfassade und Haustüre verschmiert haben.

Ebenfalls nicht lustig war, was sich am Freitag zwischen 15.30 bis 21.30 Uhr auf dem Pausenhof der Ebnather Fichtelnaabtal-Mittelschule ereignete: Unbekannte hatten dort einen Restmüll-Rollcontainer in Brand gesetzt. Die Polizei geht davon aus, dass Böller das Feuer ausgelöst haben. Anwohner berichten von Knallgeräuschen, die sie gegen 21.30 Uhr gehört hätten. Die Hitze beschädigte die Mülltonne. Die Polizei gibt den Schaden mit rund 300 Euro an.

Ebenfalls in Ebnath verkratzten Unbekannte ein Auto. Der schwarze Mitsubishi Pajero stand an der Point 5. Der Eigentümer fand ihn am Samstag mit Kratzern in der Motorhaube und ohne Luft in den beiden linken Reifen. Dem Weißenstädter, entstand ein Schaden in Höhe von zirka 1500 Euro.

Hinweise auf die Vorfälle nehmen die Polizeiinspektionen in Kemnath, Telefon 09642/92030, und in Eschenbach, 09645/92040 entgegen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mittelschule (11032)November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.