Private außen vor
Nachgefragt

Neustadt/WN.Es fällt auf: Bei der Seniorenunion hat Landrat Andreas Meier darüber gesprochen und auch in der Kreisversammlung der CSU. Beide Male erteilte er einer Privatisierung der Kliniken AG nach dem Vorbild des Landkreises Schwandorf eine Absage. In dieser Hinsicht sei überhaupt nichts im Busch, versichert Meier. Das Thema sei aus den Versammlungen heraus angesprochen worden. Er habe lediglich auf Fragen geantwortet.

Dabei ist es kein Geheimnis, dass Weiden und der Kreis Tirschenreuth gern mehr Geld von Neustadt hätten. Der Landkreis ist nur mit 1,5 Prozent und einem einzigen Sitz im Aufsichtsrat - dem des Landrats - an der Kliniken Nordoberpfalz AG beteiligt. Deren Grundproblem ist fehlende Liquidität. Bei der Gründung war die AG über Bürgschaften der kommunalen Träger finanziert worden. Das soll keine Dauerlösung sein, auch wenn keiner offen an der kommunalen Trägerschaft rüttelt.

Dass sich an der Beteiligung des Kreises Neustadt schnell etwas ändert, glaubt Meier nicht. Zunächst stehe im Herbst nochmal eine Klausur der Aufsichtsräte an. Und dann müsse auch der Kreistag entscheiden. Sollten Neustadt und seine Gemeinden sich finanziell stärker einbringen, zieht Meier aber schon mal eine rote Linie. "Dann brauchen die Mitarbeiter bessere Bedingungen. Die fahren unter Volllast. Sie müssen weg von den vielen Krankheitstagen und Überstunden."

Im Blickpunkt Ermittlungen zum Unfall laufen

Neustadt/WN. (esc) "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagt Markus Braun von der Verkehrspolizei. "Wir haben noch keine Erkenntnisse." Am Samstag war gegen 3 Uhr ein 37-Jähriger auf der A 93 überfahren worden (wir berichteten). Eine halbe Stunde vor dem tödlichen Unfall sei der Mann aus dem Landkreis auf der Zubringerstraße gesehen worden. Ob es ein Suizid oder ein Unfall unter Alkoholeinfluss gewesen sei, sei noch unklar. "Wir müssen noch auf die Blutergebnisse warten." Der Sachverständige gehe derzeit Hinweisen nach. "Wahrscheinlich bleiben wir im Bereich der Vermutungen", fasst Braun zusammen.

Ihm schwant nichts Gutes

Parkstein/Regenstauf. (esc) Vor knapp einer Woche rettete die Feuerwehr Parkstein einen Schwan, der verletzt im Straßengraben entdeckt worden war (wir berichteten). Nach einem Zwischenstopp auf einem Bauernhof ist das Tier nun in der Vogelauffangstation in Regenstauf untergebracht. "Es wird überleben", zeigte sich Tierärztin Anni Fütterer am Montag zuversichtlich. Nicht ganz so optimistisch ist Ferdinand Baer. "Ich gehe von einer starken Fraktur aus", sagt der fachliche Leiter der Vogelstation. Prinzipiell gehe es dem Schwan gut. "Er läuft im Gehege rum und faucht, wenn ihm einer zu nahe kommt", erzählt er weiter. Aber: "Der Flügel hängt noch." Das Tier habe vermutlich starke Schmerzen, die Frage sei, ob er sein Eigengewicht von acht bis neun Kilo wieder tragen könne. "Ich bin sehr skeptisch", sagt Baer. Es gebe laut ihm nur zwei Möglichkeiten: entweder den Flügel versteifen oder Einschläferung. "Wir müssen abwarten, wir geben dem Schwan noch 14 Tage Zeit."
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