Privates Kriegerdenkmal erinnert andrei Deinzer-Söhne vom Fritzn-Hof - Mahnung zum Frieden
Erinnerung für die Ewigkeit

Blutjung starben Johann (22) Georg (26) und Johann Joseph Sebastian Deinzer (22) im 1. Weltkrieg. Ihre Portraits als Soldaten brachten ihre Eltern am Fuß des privaten Kriegerdenkmals nebeneinander an. Bilder: ll (2)

100 Jahre nach Ausbruch des Ersten und 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs gedenken wir am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt an den vielen Ehrenmalen der Region. Ein ganz besonderes Denkmal steht in Welluck am Fritzn-Hof.

Im Auerbacher Ortsteil Welluck erinnert ein kleines Kriegerdenkmal auf privatem Grund an die drei im 1. Weltkrieg zwischen 1914 und 1918 gefallenen Söhne der Familie Deinzer, besser bekannt unter dem Hausnamen "beim Fritzn". Wer das Monument betrachtet, kann die Trauer über den Verlust der drei jungen Männer förmlich spüren.

Die Eheleute Johann (1857 bis 1923) und Katharina Deinzer, geborene Groß (1871 bis 1948; aus Walpershof im heutigen Truppenübungsplatz Grafenwöhr) hatten sechs Söhne, von denen Anton Konrad (1908 bis 1910) schon mit knapp zwei Jahren starb. Drei der anderen mussten im 1. Weltkrieg ihr noch junges Leben lassen, Johann (1894 bis 1915), Georg (1891 bis 1917) und ein zweiter Johann (Johann Joseph Sebastian, 1896 bis 1918).

Im Jahr 1918 errichtet

Für ihre drei gefallenen Söhne errichteten die Eltern Deinzer bald nach Kriegsende 1918 in Welluck gegenüber der Hofstelle auf eigenem Grund diese kleine Gedenkanlage. Rechts davon steht eine Steinsäule, ein Marterl, das schon älteren Ursprungs ist. Dies integrierten die Eheleute Deinzer einfach mit in das Ensemble. Am Fuß des Gedenksteins für die drei gefallenen Fritzn-Söhne sind deren Bilder als Soldaten des 1. Weltkrieges angebracht.

Einer der beiden verbliebenen Söhne, Georg Joseph, heiratete nach Altzirkendorf. Der jüngste Sohn Konrad Deinzer (1902 bis 1970) übernahm 1923 das elterliche Anwesen in Welluck. Er heiratete Kunigunda (1908 bis 1994), geborene Dimmler, aus Altzirkendorf. Von deren drei Kindern leben Veronika (verwitwete Grüner) und Josef noch, Sohn Franz starb 2003.

Den Fritzn-Hof erbte Uwe, Sohn von Franz und Sybille (geborene Schertl von der Hohe Tanne). Vor einigen Jahren gaben beide jedoch die Landwirtschaft auf, das außergewöhnliche Denkmal wird von der Familie weiterhin gepflegt.
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