Probefahrt endet im Krankenhaus

Nur noch Schrottwert hat der etwa 80 000 Euro teure BMW. Nachdem der Wagen eine rund 50 Meter lange Schneise in das Waldstück geschlagen hatte, blieb er auf dem Dach liegen. Die beiden Insassen erlitten zum Glück nur leichte beziehungsweise mittelschwere Verletzungen. Bilder: xri (2)

Der Kunde interessierte sich für einen schnittigen Sportwagen. Mit einer Probefahrt wollte der Verkäufer ihn von den Vorzügen und Eigenschaften des Wagens überzeugen. Dabei überschätzte er offensichtlich sein fahrerisches Können - mit beinahe tragischen Folgen für beide.

Grafenwöhr. (luk/xri) Mit einem neuen BMW M4 Coupe waren der 48-jähriger Mitarbeiter eines Pressather Autohauses und ein 38-jähriger US-Amerikaner am Montagabend zu der Spritztour aufgebrochen. Gegen 18 Uhr fuhren sie auf der Kreisstraße NEW 22 von Josephsthal in Richtung Bundesstraße B 470.

Nach bisherigen Ermittlungen, kam der Verkäufer, der am Steuer saß, aufgrund überhöhter Geschwindigkeit zunächst von der Fahrbahn ins rechte Bankett ab. Er übersteuerte das Auto so stark nach links, dass der BMW über die Fahrbahn hinaus schoss und eine rund 50 Meter lange Schneise in ein angrenzendes Waldstück schlug, bevor das Auto auf dem Dach zum Liegen kam.

Dank der massiven Fahrgastzelle ging der Unfall für die Insassen relativ glimpflich aus. Der Fahrer erlitt ein mittelschweres Polytrauma, der Beifahrer eine Kopfplatzwunde und ein Schleudertrauma. Sie konnten sich selbst befreien beziehungsweise von den Einsatzkräften aus dem Wrack gerettet werden.

Das BRK, das mit je zwei Rettungsfahrzeugen und Notärzten vor Ort war, brachte die Männer zur weiteren ärztlichen Versorgung ins Weidener Klinikum. Ebenfalls alarmiert wurden der Rettungshubschrauber Christoph 80 aus Weiden und der Helfer vor Ort aus Grafenwöhr. Am Fahrzeug entstand Totalschaden in Höhe von rund 80 000 Euro.

Die Feuerwehren Grafenwöhr, Pressath, Dießfurt und Schwarzenbach waren mit etwa 60 Mann angerückt. Die Bergung, Fahrbahnreinigung und Absperrmaßnahmen koordinierten Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer und Kreisbrandmeister Jürgen Haider. Für die Unfallaufnahme und Bergung des BMWs mittels einer Seilwinde und eines Autokrans war die Straße gut 2,5 Stunden ganzseitig gesperrt.
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