Probleme mit "Klein-Ferdinand"

Musikanten aller Altersklassen spielten bei der mittlerweile 24. Lennesriether Sitzweil prächtig auf. Bild: fvo

Im Lennesriether Veidnstodl war wieder ursprüngliche Musik zu hören. Viele Zuhörer waren zur Sitzweil gekommen. Dabei beeindruckten nicht nur die Musiker, sondern auch die spezielle Bühne.

Vorausgegangen war am Wochenende eine Maiandacht, die der Waldthurner Pfarrer Marek Baron gestaltete. Das Gesangstrio "Triangel" mit Andrea Götz, Steffi Daubenmerkl und Doris Völkl sowie Georg Schmidbauer an der Orgel begleiteten die Feier. Für die anschließende 24. Sitzweil hatten Hans Pausch und die Lennesriether Vollblutmusikanten eingeladen.

Anständig bleiben

"Von den bisher 24 Treffen hast du gefühlt über 23. Mal durchs Programm geführt", begrüßte Organisator Pausch den Moderator Heinz Deisinger aus Weiden. Dieser führte unterhaltsam durch den kurzweiligen Abend. Er empfahl, "im Stodl anständig zu sein, da auch Pfarrer und Bürgermeister unter den Gästen sind".

Zu Beginn kamen drei Profis auf den zur Bühne umfunktionierten Traktoranhänger. Heiko Daubenmerkl (Kontrabass) und Klaus Süß (Knopfharmonie) hatten ihren Freund, den "Schneidigen" Christian Müller aus Waldkirch, mitgebracht. Beim Lied vom "Kleinen Ferdinand, der sauft im Wirtshaus ummernand" meinten sie, dass das allerhand sei. Die Zuhörer klatschten im Takt. Überhaupt zeigte Müller nicht nur sein musikalische Ausnahmekönnen. Er brachte mit lustigen Geschichten die Gäste auch zum Lachen. Andreas Augustin aus Waldthurn ergänzte dies perfekt mit seiner Diatonischen.

"Triangel" präsentierte Lieder wie "Die Liab is wia a Bach" und das von Schmidbauer komponierte und mitbegleitet Fahrenberglied. Sie begeisterten auch mit dem "Postfrosch", den Müller, Daubenmerkl und Süß spontan mit ihren Instrumenten begleiteten. Pünktlich zum Glockenläuten der Filialkirche St. Jakobus sangen die "Triangel"-Damen "Den Engel des Herrn" in die Stille der Nacht.

Grüße aus Oberkrain

Sogar ein echter Regensburger Domspatz war im Veidnstodl gelandet. Der 14-jährige Peter Gey aus Altenstadt/WN spielte unter anderem mit der Gitarre einen Blues, bei dem die Besucher mitschnippten. Deisinger schnürte sich zwischendurch selbst die Knopfharmonie um und gab mit Theo Helgert aus Weiherhammer ein klasse Duo ab. Spontanität zeigten "Jonas & Jonas": Jonas Kraus aus Waldthurn (Knopfharmonie) und Jonas Schmid aus Eslarn (Bariton) trafen sich bei der Veranstaltung. Eine halbe Stunde später standen sie auf der Bühne und brachten mit dem Trompetenecho die besten Grüße aus Oberkrain.

"Hackbrett Furiosa" mit Andrea und Martin Zellner (Lennesrieth) sowie Christine Eller aus Weiden zeigten, welch schöne Musik mit Hackbrett, Schifferklavier und Okarina (eine Art Flöte) möglich ist. Hans Fröhlich (Weiden) und der Letzauer Stefan Scheufler spielten als "Bushäuslmusikanten" die "Präses-Polka" und den "Kasnocken-Bayerischen".
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