Probleme wegen Russlandkrise

Nicht nur wegen der kalten Jahreszeit: Die Bauern fröstelt's, denken sie an die aktuellen Erzeugerpreise. Wie es weitergeht, sagte Kreisobmann Ely Eibisch.

Zahlreiche interessierte Besucher begrüßte Ortsobmann Ludwig Schmid im Gasthof Beer. Zunächst informierte Geschäftsführer Ulrich Härtl über die Feinabgrenzung der FFH-Gebiete. Durch die Festlegung der Grenzen im Maßstab 1:5000 werde Klarheit im Sinne der Grundstückseigentümer und Bewirtschafter geschaffen. Der Bauernverband setze sich für eine Verlängerung der Frist ein.

Aktuelle Themen wie Mindestlohn, Vorschussverfahren der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft und das aktuelle Urteil zur Erbschafts- und Schenkungssteuer waren weitere Themen. Zum Thema "Öffentlichkeitsarbeit des BBV" erwähnte Ulrich Härtl die "Mitmachplattform" und die Petition "Wir machen Euch satt".

Kreisobmann Ely Eibisch ging auf das geplante Handelsabkommen der Europäischen Union mit Amerika (TTIP) ein. Der Bauernverband begleite die Handelsgespräche wachsam und kritisch, bringe aber auch konstruktiv und konkret Forderungen ein. "Chancen nutzen, Standards schützen und die Gesetzgebungshoheit achten", laute derzeit die Devise.

Die aktuellen Regelungen bei der Betriebsprämie, bei den Zahlungsansprüchen und bei Greening stellen die Landwirte vor hohe Herausforderungen, so Eibisch.

Das Greening umfasse die Anbaudiversifizierung, das Umbruchverbot für Dauergrünland und die ökologischen Vorrangflächen. "Wird eine dieser drei Forderungen nicht erfüllt, dann muss der Landwirt mit Kürzung und Sanktionen bei den Greeningzahlungen rechnen."

Weil jeder Betrieb anders ist, bietet die BBV-Geschäftsstelle für die Anrechnungsmöglichkeiten der verschiedenen ökologischen Vorrangflächen wie Zwischenfrucht-Anbau, Pufferstreifen entlang von Gewässern, Ackerrandstreifen bei Waldrändern oder Feldrandstreifen einen einzelbetrieblichen Greening-Check an. Eibisch berichtete auch über den aktuellen Stand bei der Düngeverordnung und zu der "Initiative Tierwohl". Der stellvertretende Kreisobmann Martin Härtl informierte die Landwirte über das Angebot und die Nachfrage auf dem Milchmarkt. Derzeit gebe es große Probleme wegen der Russlandkrise.

Er forderte, dass die fällige Superabgabe wegen der Überlieferung für landwirtschaftliche Zwecke verwendet werden soll. "Der Kieler Rohstoffwert ist auf dem niedrigsten Stand seit Juli 2012." Der BBV kritisiert das Vorgehen des Einzelhandels und fordert eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage.
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