Projekt Forschungswerkstatt Heimat an der Stromer-Grundschule beendet
Kinder bauen an ihrer Stadt

In zwei vierten Klassen wirkte das Team der Forschungswerkstatt Heimat in der Dr.-Heinrich-Stromer-Grundschule. Das Projekt zur Erfassung der Kinderfreundlichkeit des Heimatortes und zur Vermittlung von Beteiligungsmöglichkeiten wurde ausgerichtet von der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Amberg-Sulzbach. Die Leitung hatte Cornelia Aschenbach. Mit der Unterstützung von drei weiteren Ehrenamtlichen wurden die Klassen an jeweils zwei Schultagen durch das Projekt geführt.

Zunächst galt es, in Kleingruppen verschiedene Aufgaben zu erarbeiten, indem die Schüler ihre Stadt zu Fuß erkundeten. Die Bereiche Umwelt und Natur, Freizeit und Verkehr erfassten die kleinen Forscher auf ihren Fragebögen und knipsten Beweisfotos. Welche tollen und blöden Orte ausfindig gemacht, wie viele Bäume und Tiere entdeckt, wo die meisten Autos gezählt wurden und welcher Spielplatz am besten ausgerüstet ist, fassten die Viertklässler kreativ auf Plakaten zusammen. Der zweite Tag begann mit einer Reise in die Zukunft und der Frage, wie die Gemeinde Auerbach für Kinder und Jugendliche wohl einmal aussehen könnte, teilt Projektleiterin Cornelia Aschenbach gegenüber unserer Zeitung mit. Hierzu machten sich die Experten Gedanken und versuchten, ihre Ideen umzusetzen. Es entstanden selbstgebaute Vogelhäuser, die bunt bemalt wurden, und ein Traumspielplatz aus Knetmasse und Pfeifenputzer. Zudem wurde der Ortsplan von Auerbach neu konstruiert und ein Skatepark und eine Seilbahn über die ganze Stadt angelegt.

Wichtig war natürlich auch die Dokumentation, um die mühevollen Arbeiten auch festzuhalten. Daher erstellte eine Gruppe eine eindrucksvolle digitale Präsentation mit den Bildern und Ergebnissen der zwei Projekttage auf dem Laptop und setzte sich mit dem Statement "Wenn ich Bürgermeister wäre, dann würde ich ..." auseinander. Ende Juni wird sich Bürgermeister Joachim Neuß einen Überblick über die Ideen und Anregungen verschaffen.

Dabei haben die Schüler die Möglichkeit, ihre Zukunftsmodelle genau zu erklären und einer gewünschten Veränderung einen Schritt näherzukommen. Aschenbach: "Durch die Arbeit mit den Kindern in der Grundschule wird bewusst ein regionaler Bezug hergestellt und Heimatverbundenheit gestärkt. Wenn Kinder und Jugendliche die Erfahrung machen, dass sie etwas bewirken können, werden sie sich auch in der Zukunft einbringen."
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