Projektwoche vertieft Freundschaft zwischen deutschen und polnischen Schülern - Künftig mit ...
Nach einer Woche gibt's drei Küsschen

Schulband und Perkussionsgruppe bestritten den musikalischen Part der Abschiedsfeier. Bilder: rn (2)
Der deutsch-polnische Schüleraustausch zwischen der Wirtschaftsschule Eschenbach und dem Gymnasium Nowy Wisnicz mausert sich zu einer Dreierbeziehung. Wie Studiendirektor Thomas Reitmeier bei der Abschiedsfeier für die Gäste ankündigte, wird künftig das Gymnasium Eschenbach mit im Boot sitzen. "Europa wächst nicht durch Reden der Politiker zusammen. Dies gelingt nur durch ein Zusammenkommen der Menschen", erklärte sein Stellvertreter Studiendirektor Erhard Lippert.

Mit einem Festabend in der Aula verabschiedeten Schüler, Lehrkräfte und Gasteltern 15 Jugendliche der Partnerschule aus der Nähe von Krakau. Damit endete das einwöchige, vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk geförderte Projekt "Sport ohne Grenzen".

Die Schulband unter der Führung von Studienrat Klaus Binner bestritt den musikalischen Teil des Abends. Ein großes Plakat trug die Jahreszahlen 1939, 1989, 2009 und 2014. Unter 1939, dem Einmarsch deutscher Truppen in Polen, hatte Reitmeier bewusst einen dicken Strich gezogen. Die weiteren Zahlen standen für die ersten freien Wahlen im Ostblock, die offizielle Besiegelung der Schulpartnerschaft und deren fünfjähriges Bestehen.

Die zunehmende Herzlichkeit mit den polnischen Lehrkräften beschrieb der Schulleiter mit zwei Sätzen: "Zuerst gab's ein Händeschütteln. Mitte der Woche gab's nach altem polnischen Brauch drei Küsschen." Gasteltern und Schülern dankte er für die Einblicke in die eigene Lebenssituation und dem Leiter des Gymnasiums, Knut Thielsen, für die Teilnahme an der Schulpartnerschaft.

Den Rückblick auf die Projektwoche kommentierte Oberstudienrätin Margareta Reim. Eine Bilderschau informierte über eine Stadt-Rallye Eschenbach unter Leitung von Gertraud Wiesner. Durch Nürnberg, die Partnerstadt Krakaus, hatte Erhard Lippert geführt. Hohen Stellenwert hatte der Aufenthalt in der Allianz-Arena München. Mit Marco Woytowicz, ehemaliger Bundesliga-Basketballer des FC Bayern, genossen die Schüler vor der Stadtführung ein Training. Von seinen positiven Eindrücken berichtete Stawek Tabaszewski.

Von "neuen Erfahrungen und Freundschaften" sprach Schulleiterin Magdalena Jarmula. Sie dankte für Gastfreundschaft, Betreuung und die herzliche Aufnahme. Die partnerschaftlichen Verbindungen beider Schulen waren für sie ein "Beweis, dass wir in Europa ohne Grenzen leben". Sie freute sich bereits auf den Gegenbesuch und versicherte. "Wir Lehrer und Schüler bauen Brücken und keine Mauern."

Im deutsch-polnischen Schüleraustausch sah Erhard Lippert einen Beitrag dazu, die Verständigung junger Menschen zu fördern. Er erinnerte an den Beginn der Kontakte 2001, als Schulleiter Rudolf Strempel den Grundstein legte. Erfreut zeigte sich Lippert, dass "das Gymnasium auf den Zug aufgesprungen ist". Als Mann der ersten Stunde dankte er beiden Schulleitern, die dem Projekt sehr positiv gegenüberstehen, und den Projektleiterinnen Margareta Reim und Bozena Glab, die "sehr viel Herzblut einbringen".

Für Heiterkeit sorgte eine von Reim inszenierte Szene. Für sie zähle das Team, ohne das ein solches Projekt nicht gelinge. Wie im Fußball üblich, forderte sie Klaus Binner zum Trikotwechsel auf. Die jungen Polen dankten mit Rosen ihren Gasteltern. Für die polnischen und deutschen Kolleginnen und die Mitgestalterinnen des Programms gab es von Lippert drei Küsschen. Die vier polnischen Begleiterinnen überraschte Reitmeier mit Selber Porzellan. (Kurz notiert)
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