Prozession wieder mit Blasmusik

Intensiv diskutierten die Poppenreuther Vereinsvertreter, ob bei Fronleichnamsprozessionen künftig wieder eine Blaskapelle spielen soll. Die Kosten dafür sollte jedoch die Katholische Pfarrei übernehmen, denn schließlich sei es ein kirchliches Fest. Bild: kro

Immer weniger Gläubige schließen sich zu Fronleichnam in Poppenreuth der Prozession an. Vertreter der Vereine betrieben nun Ursachenforschung.

Zweiter Bürgermeister Karl Busch hatte auf Anregung einiger Bürger die Initiative ergriffen und am Freitagabend die Vertreter der Poppenreuther Vereine und des Umlands zu einer Sitzung in den Gasthof "Grüner Baum" eingeladen. Er wollte ausloten, welche Möglichkeiten es gibt und ob wieder eine Blaskapelle für die Fronleichnamsprozession verpflichtet werden sollte.

Bedauernd stellte Karl Busch, der die Versammlung leitete, fest, dass von der Pfarrei kein Vertreter zur Versammlung gekommen war. Auch Stadtpfarrer Johannes Wolff sei eingeladen gewesen. Nicht einmal eine Antwort habe er auf die Einladung bekommen, informierte Busch. Dabei sei Fronleichnam doch ein kirchliches Fest. Es gehe außerdem um die Übernahme der Kosten für eine Blaskapelle.

In der teils sehr impulsiven Diskussion wurde klar, dass die Blaskapelle früher stets von der Kirchengemeinde bezahlt worden sei. Der Grund, warum keine Blasmusik mehr erklinge, sei schlicht der, dass es in Poppenreuth keine eigene Blaskapelle gebe. Und die auswärtigen Kapellen seien an diesem Tag in ihren Heimatorten gefordert. Gleichwohl hätten aber auch schon auswärtige Kapellen in Poppenreuth zu Fronleichnam gespielt.

Pfarrei soll zahlen

Letztlich kamen die Vereinsvertreter überein, den Kontakt mit den Vertretern der Poppenreuther Expositur zu suchen. Erklärtes Ziel: An Fronleichnam soll wieder eine Blaskapelle in Poppenreuth spielen. Die Kosten solle die Pfarrgemeinde tragen; die Vereine nehmen mit ihren Fahnen und ihren Abordnungen an der Prozession teil.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt regte zweiter Bürgermeister Karl Busch an, dass zumindest bei der ersten Maiandacht jeweils eine Blaskapelle mitwirken sollte. Markus Schultes nannte das eine gute Idee, dann würde wohl auch die Resonanz wieder größer werden. Weitere Gespräche sollen daher folgen, auch wegen der Kosten. Eventuell würden sich die Vereine mit einer kleinen Unterstützung beteiligen. Busch will nun die Ergebnisse der Sitzung vom Freitag Stadtpfarrer Johannes Wolff mitteilen - "in der Hoffnung auf eine positive Resonanz".
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