Qualitätsgewinn nach Netzsanierung der Wasserversorgung im Bereich Schmidtstadt
Günstiger als der Voranschlag

Die Wasserversorgung im Bereich Schmidtstadt hat mit der Erneuerung und Verbesserung der Leitungen nach München und Buchhof einen weiteren Schritt in eine gute Zukunft getan. Die Abrechnung fiel - nicht alltäglich - günstiger aus als der Voranschlag. Formell mussten daher die Satzungen angepasst werden.

Für den Verbleib

Die positive Lagebeschreibung des Verbandsvorsitzenden, des Neukirchener Bürgermeisters Winfried Franz, umfasste den Abschluss der Investitionen ins Netz, die nun mit den Endbescheiden ab April erledigt werden. Er lobte die gute Arbeit der Wasserwarte Matthias Aures und Michael Hauenstein, die rasch und zuverlässig bei Störungen einspringen. Weiter plädierte er für den Verbleib der Wasserversorgung in öffentlicher Hand, da es genug negative Beispiele bei Privatisierungen gibt.

Aures bestätigte den Qualitätsgewinn durch die Netzsanierung mit dem Hinweis auf einen verminderten Wasserverlust von 1,4 Prozent: "Rohrbrüche treten nur noch bei Hausanschlüssen auf." Die verkaufte Wassermenge von 64 000 Kubikmetern wird von den Versorgern Neukirchen- und Bachetsfeld-Gruppe bezogen. Heuer stehe die Reinigung eines Hochbehälters an, deren Kosten er auf Nachfrage von Verbandsräten erläuterte. Die Pumpen für Hauseck und Grasberg funktionierten nicht mehr richtig; auf Vorschlag von Aures wurde die Anschaffung zweier Pumpen beschlossen - bei Verbleib von zwei bisherigen. Der kaufmännische Verwaltungsteil begann mit der Feststellung der Jahresrechnung 2012. Franz berichtete von der Prüfung, die keine Beanstandungen ergeben habe. Daher wurde die Feststellung beschlossen und wurden außerplanmäßige Ausgaben genehmigt.

Minus behoben

VG-Kämmerin Ingrid Plickert trug die Jahresrechnung 2013 vor. Der Verwaltungsteil schloss mit Einnahmen und Ausgaben von 314 402 Euro ab, mit einer Zuführung von 2600 Euro zum Vermögens-Etat. Dieser umfasste Einnahmen von 160 624 und Ausgaben von 198 242 Euro. Dies ergab ein Minus von 37 618 Euro - zurückzuführen auf die damalige Anwendung nicht korrekter Geschossflächen bei der Einhebung von Beiträgen. Dies wurde, so Franz, inzwischen berichtigt.

Um rechtliche Bestimmungen ging es beim Erlass einer neuen Wasserabgabesatzung. VG-Mitarbeiter Dieter Scherbaum erläuterte die Mustersatzung, die sich nicht wesentlich von der alten Fassung unterschied. Sein Ziel sei die Anwendung gleicher Satzungen im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft. Die Neuregelung wurde genehmigt.

Auch die Satzung im Sanierungsbereich München/Buchhof musste nach der Endabrechnung geändert werden. Die Kämmerin zeigte die Zahlen mit netto 296 322 Euro auf, die gegenüber den angenommenen 321 000 Euro deutlich niedriger ausfielen. Umgerechnet entfielen so auf Grundstücksflächen 27 Cent/Quadratmeter und 1,29 Euro/Quadratmeter auf Geschossflächen. Diese Zahlen waren in die Satzung einzubeziehen, die bei Neubauten oder Erweiterungen angewendet wird. Die neuen Sätze: 2,33 Euro/Quadratmeter für Grundstücks- und 9,74 Euro/Quadratmeter für Geschossfläche. Beide Änderungen wurden gebilligt.

Diskutiert wurde noch über "Bauwasser", mit dem Ergebnis, dass weiterhin sowohl per Pauschale als auch mit Zählereinsatz abgerechnet werden kann. Günther Renner regte die Beteiligung des Zweckverbands bei einer Weginstandsetzung der Gemeinde Etzelwang an. Da dieser zum Hochbehälter Kirchenreinbach führt, war man damit einverstanden.
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