Radfahrer und Wanderer im Gottesdienst gesegnet
Berge und Täler überwinden

"Unsere Gotteshäuser entlang des Simultankirchenradwegs laden zum Unterwegssein und zur Einkehr bei Gott ein", betonte Pfarrer Martin Besold beim ökumenischen Gottesdienst anlässlich der Einweihung des Radwegs in der St.-Jakobus-Kirche.

"Jeden Tag hören wir unzählige Stimmen, die unsere Entscheidungen beeinflussen", stellte Pfarrer Manuel Sauer fest. "Oftmals verlieren wir dabei unseren Überblick und können nicht unterscheiden, was wichtig ist und was nicht." In der Stimmenvielfalt werde Gott überhört. "Wir hören nicht, was er uns sagen möchte und räumen ihm nicht den Platz ein, der ihm zusteht."

In einem Zwiegespräch gingen die beiden Pfarrer auf die Emmausgeschichte aus dem Lukas-Evangelium ein. "Zwei Männer, die sich auf den Weg machen. Ich dachte mir, dass passt ganz gut zum Simultankirchenradweg", sagte Pfarrer Besold. Doch mit Fahrradfahren habe nach Sauer die Geschichte erst auf den zweiten Blick etwas zu tun. "Die zwei Jünger haben sich auf den Weg gemacht, um Abstand zum Alltag zu gewinnen", betonte der evangelische Pfarrer. "Diesen Gedanken, raus aus dem Alltag und rein in die Natur, haben heute alle", stellte er fest. "Von der Wiege bis zur Bahre, das Leben ist ein Unterwegssein", hob Besold hervor. "Wir fahren los, schauen das Leben an, machen unsere Erfahrungen." Es gelte, Berge und Täler mal leicht, mal schwer zu überwinden, ähnlich wie auf dem Fahrradrundweg. "Manchmal müssen wir schieben und am Ende müssen wir alle mal absteigen."

"Beim Simultankirchenradweg geht es nicht nur ums Radfahren, sondern um Kirchen, sichtbare Gebäude für die Anwesenheit Gottes in der Welt", sagte Pfarrer Besold. Nach dem gemeinsamen Vaterunser segneten Pfarrer Besold und Pfarrer Sauer den Simultankirchenradweg sowie alle, die auf ihm wandern und Radfahren.
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