Raducan kämpft um verlorenes Olympia-Gold

15 Jahre nach ihrer Doping-Disqualifikation bei den Olympischen Spielen 2000 hat die rumänische Turnerin Andreea Raducan nochmals einen Vorstoß unternommen, ihre verlorene Goldmedaille zurückzubekommen. Bei einem Gespräch in der Zentrale des Internationalen Olympischen Komitees in Lausanne reagierte IOC-Präsident Thomas Bach mit Mitleid, blieb aber konsequent.

Raducan war 16 Jahre alt, als bei ihr in Sydney nach dem Gewinn Mehrkampf-Goldmedaille die Einnahme des Stimulanzmittels Pseudoephedrin nachgewiesen worden war. Das Mittel hatte ihr der Teamarzt verabreicht. Thomas Bach erklärte nach dem Gespräch, dass Raducan nicht für den positiven Test verantwortlich gemacht werden könne, es sei "offensichtlich, dass sie unwissentlich den Stoff auf den Rat ihres Mannschaftsarztes" eingenommen habe.

Aber Regeln müssten auf jeden Athleten, bei dem die verbotene Substanz gefunden wurde, angewendet werden. "Diese Entscheidung war sehr hart für Andreea und für das IOC damals nicht leicht zu fällen", sagte Bach. "Ich empfinde sehr viel Sympathie für sie, denn sie muss für einen Fehler ihres Mannschaftsarztes leiden", sagte Bach.
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