Radweg nicht mehr im Dunkeln

Entlang der B 14 wird der bis zur Einmündung nach Kemnath verlaufende Radweg gebaut. Bilder: Völkl (2)

Zwei Wünsche gehen in Erfüllung: Eine Radwegeverbindung von Wernberg-Köblitz entlang der B 14 Richtung Schnaittenbach und die Beleuchtung des bestehenden Radweges ins Industriegebiet West.

Wernberg-Köblitz/Schnaittenbach. (cv/hfz) "Die Fußgänger und Radfahrer, die hier vorbei kommen, sind überglücklich", erzählte ein Arbeiter, der am Radweg zwischen Unterköblitz - beginnend nach der Bahnunterführung - und dem Industriegebiet West, die Gräben zog. Wer im Morgengrauen zur Schicht ins Industriegebiet oder in den Abendstunden noch in den Supermarkt fuhr, tappte ziemlich im Dunkeln. Doch die Radwege-Beleuchtung scheiterte zunächst an den Kosten.

Günstige Variante

Als dann aber die E.on Kabel ins Industriegebiet verlegte, konnte sich die Kommune mit ihren Lampen "einklinken". Die Grabarbeiten wurden wesentlich günstiger. Und mittlerweile bewegen sich auch die Unterhaltskosten in einem akzeptablen Rahmen. "LED-Leuchten verursachen weniger Betriebskosten, haben aber die dreifache Lebensdauer", so Bürgermeister Georg Butz. Rund 40 000 Euro nahm der Markt für die Maßnahme in die Hand.

Vom Endpunkt beim Aldi/DM-Markt geht es zwischen "McDonalds" und Autobahn-Café weiter. Dann ein Schwenk zur B 14. Der Radler überquert sie, fährt Richtung Kettnitzmühle, biegt dann in die aufgelassene "B 14 uralt" ein.

Zwei Abschnitte

Ab hier beginnt der großzügig angelegte Radweg gen Schnaittenbach. Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl hatte sich dafür stark gemacht. Strobl: "Am Anfang war die Unterstützung nicht allzu groß. Aber dann haben alle gemeinsam an einem Strang gezogen." Den Durchbruch brachte ein Gespräch mit den Landräten, den Bürgermeistern, dem Staatlichen Bauamt und der Obersten Baubehörde.

Mit Rücksicht auf die Haushaltspläne wird der Radweg ab Wernberg-Köblitz in zwei Teilstücken gebaut. Es gab bis auf ein kleines Stück auch kein Grundstücksproblem, da es sich um einen Staatswald handelte, wo vor einiger Zeit gerodet worden war. In diesem Jahr baut man von Wernberg-Köblitz bis zur Abzweigung nach Neunaigen.

Im nächsten Jahr wird der befestigte Weg bis zur Abzweigung nach Kemnath weitergeführt. Von dort aus können Radler auf einem bestehenden Weg nach Holzhammer fahren und dann weiter nördlich des Ehenbaches ebenfalls auf einem bestehenden Weg bis nach Schnaittenbach. "Damit bekommt auch der Paneuropa-Radweg eine andere Qualität", meint Strobl. Bisher, so bestätigten Radfahrer, war dieses Teilstück eines der schlechtesten auf der ganzen Strecke. Aber auch für den Tagestourismus und sogar beruflich wird der Weg gute Dienste leisten.
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