Radweg-Projekt kommt nicht recht in die Gänge

Die Radwegverbindung von Oberndorf zur Speichersdorfer Gemeindegrenze ist weiter in der Schwebe. Trotz problematischer Verhandlungen mit Landwirten, denen der dafür benötigte Grund gehört, will die Stadt weiter am Ball bleiben.

Kemnath. (stg) Im neuen Programm der Bayerischen Staatsregierung für den nachträglichen Anbau von Radwegen für Bundes- und Staatsstraßen ist auch das Teilstück von Oberndorf bis zur Gemeindegrenze Speichersdorf enthalten. "Was heißt das denn konkret?", fragte dritte Bürgermeisterin Heidrun Schelzke-Deubzer (Grüne) in der Stadtratssitzung.

Bürgermeister Werner Nickl erläuterte: "Der Radweg würde gebaut werden, wenn die Stadt Eigentümerin der zu nutzenden Flächen wäre." In die betreffende 1,8 Kilometer lange Strecke entlang der B 22 zwischen Weiden und Bayreuth würde der Freistaat 400 000 Euro investieren, um dieses schon jahrelang diskutierte Projekt anzugehen. Dieses Radwegteilstück wäre übrigens auch das einzige Projekt des bayerischen Programms im Landkreis Tirschenreuth.

"Wäre" und "würde" sind allerdings die derzeit in der Tat passenden Beschreibungen für das Unterfangen: Denn die Stadt Kemnath ist aktuell nicht Eigentümerin der für den Radweg benötigten Flächen. Es laufen zwar Verhandlungen, aber Bürgermeister Nickl stellte fest: "Die Forderungen der Landwirte erreichen Dimensionen, die nicht vertretbar sind."

Dies sei, so der Rathauschef, "jammerschade", vor allem auch unter dem Gesichtspunkt, da die Stadt den aktuellen Grundstückeigentümern eh schon mit komfortablen Angeboten entgegenkomme. Nichtsdestotrotz werde man das Projekt weiterverfolgen, gerade auch, weil anderweitige frühere problematische Verhandlungen mittlerweile erfolgreich abgeschlossen werden konnten.
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