Räte lassen's darauf ankommen

Im Gemeinderat gab es einen kleinen Stau verschiedener Aufgaben aufzulösen. Eine längere Diskussion entspann sich über den Vergleichsvorschlag des Verwaltungsgerichts in Sachen Vermessungskosten im Staatsforst. Dieser wurde abgelehnt, und so kommt es zu einem Termin im Februar 2016.

Den eigentlichen Beratungen vorgespannt war die Information der Sparkasse über den Abschluss eines Bausparvertrags durch die Gemeinde.

55 000 Euro noch offen

Für etwas Verdruss sorgte der Vergleichsvorschlag im Rechtsstreit mit den Staatsforsten über die offenen Vermessungskosten von 55 000 Euro im Staatswald. Hirschbachs Bürgermeister Hans Durst legte zwar die Ansicht des Anwalts dar, damit einen Schlussstrich unter die jahrelange Auseinandersetzung zu ziehen und "lieber einen Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach" zu haben. Das forderte den energischen Widerspruch von Hermann Mertel heraus, der auf die früheren Beschlüsse und die harte Linie verwies, die man zuletzt eingenommen habe. Er ist überzeugt, dass die Gutachten bessere Aussichten für die Gemeinde ergeben hätten und ein Nachgeben den Forst begünstige.

Eine rege Diskussion, die auch zur Information der neuen Räte diente, ergab bei einer Kampfabstimmung die eindeutige Ablehnung des Vergleichsvorschlags. So muss man den Gerichtstermin, voraussichtlich im Februar 2016, abwarten. Bei den Bauangelegenheiten gab es die nochmalige Vorlage des Bauantrags von Hardi und Claudia Kindler, der die vom Amt verlangten Änderungen enthielt und so genehmigt wurde. Über die Bauvoranfrage von Familie Jennewein wegen Bebauung des Grundstücks auf der Sommerseite wurde wegen Zufahrt und Erschließung diskutiert. Der Bauausschuss war vor Ort und hält dies für möglich. Zur Vergrößerung des Gebäudes gaben die Räte das Einvernehmen.

Mulchen der Ränder

Für die Sanierung des Rathauses wurden Angebote eingeholt und an Firmen der Region vergeben. Bei den Restarbeiten wird man ebenso verfahren. Wegen störender Bäume im Raum Ratzenhof wurde mit der Telekom verhandelt; diese meldete sich aber bisher nicht und so wird abgewartet. Bei anstehenden Baumpflegearbeiten hat die Verwaltung einige Objekte ermittelt. Dies trifft auch Forststraßen, wo die Gemeinde in der Verkehrssicherungspflicht ist. Hier steht auch das Mulchen der Ränder an, wobei man sich mit der Jagdgenossenschaft auf einen gemeinsamen Auftrag absprechen will.

Der Bayerische Gemeindetag hat nach Aussage des Bürgermeisters über die künftige Einführung eines Kanalkatasters informiert. Der genaue Verlauf der Kanalisation und dessen Zustand wird kommen. Da es jetzt noch Fördermittel gibt, solle man sich über die Bedingungen informieren.

Da die Dichtheit der Kanäle auch die Zuläufe aus den angeschlossenen Grundstücken betrifft, wird man die Eigentümer informieren. Aus dem Ortsteil Hirschbach kam die Anregung, die Friedhofsatzung hinsichtlich Urnengräbern zu ergänzen. Stelen sind vorhanden, aber es wird eine Fläche für Urnengräber gewünscht. Möglich wäre ein Platz hinter dem Leichenhaus; der Bauausschuss wird dies besichtigen. Die "Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter" erfuhr einige textliche Änderungen und wurde so angenommen.

Wanderwege beschildern

Jedes Jahr ehrt der Landkreis Sportler; Kandidaten dafür können bei der Verwaltung gemeldet werden. Die Weihnachtsbäume auf dem Dorfplatz und beim Friedhof sind vorhanden. Eine Klage wegen mangelhafter Beschilderung von Wanderwegen führte dazu, dass man wieder eine Gruppe von kundigen Bürgern oder Räten zusammenstellen und dies in Ordnung bringen will.
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