Rasantes Derby endet remis

Das mit Spannung erwartete Landesliga-Derby zwischen dem SV Etzenricht und der DJK Gebenbach hatte keinen Sieger. Mit dem 2:2 verteidigten die Etzenrichter zumindest die Tabellenführung.

Etzenricht. (war) Die DJK Gebenbach trat in Vorleistung und der SV Etzenricht zog nach. Diese Kernaussage traf sowohl beim Pausenstand von 1:1 als auch im furiosen Finale in den Schlussminuten zu. Denn die Platzherren hatten auf die Rückstände jeweils eine passende Antwort parat. Folgerichtig fiel auch die Spielanalyse von DJK-Trainer Markus Kipry mit einem leicht enttäuschten Unterton aus: "Unter dem Strich geht das Ergebnis in Ordnung. Uns fehlte am Ende das Glück, die Gelb-Rote Karte hat uns noch zusätzlich in die Bredouille gebracht."

"Wir wussten von der Auswärtsstärke der Gebenbacher", sagte SVE-Trainer Michael Rösch. "Was wir heute über 90 Minuten geboten haben, war zu wenig für drei Punkte. Vor allem in der ersten Halbzeit fehlte die Ballsicherheit, wir waren im Mittelfeld einen Schritt langsamer als unsere Gegner", übte er Kritik. Dennoch habe die Moral gestimmt, das zeigten die Ausgleichstreffer.

Klasse Vorarbeit

Der Beginn war von gegenseitigem Respekt geprägt. Die Deckungsreihen standen tief, beide Teams operierten mit langen Bällen. Etzenricht kreuzte erstmals nach etwa 20 Minuten gefährlich vor dem DJK-Tor auf. Andreas Schimmerer wurde bei seinem Kopfballversuch in letzter Sekunde aus der Balance gebracht. Gebenbach kam immer besser zum Zug. Vor allem über links bereiteten die quirligen Stürmer der SVE-Deckung einige Probleme. So fiel das 0:1 nicht unbedingt überraschend. Klasse gemacht war die Vorarbeit: Tomas Petracek nahm eine Vorlage aus dem Mittelfeld an und suchte nicht den direkten Weg zum Tor, sondern verzögerte clever und uneigennützig, so dass Chousein Chousein auf Höhe der Elfmetermarke sich die Ecke aussuchen konnte.

Offener Schlagabtausch

Das 0:1 löste mehr Leidenschaft bei der Rösch-Elf aus, die in der laufenden Saison bei Standards viel zu bieten hat. Ecke Marko Lorenz, Weiterleitung von Andreas Schimmerer und Johannes Pötzl köpft die Kugel zum Ausgleich ein. Weiter ging es mit einem offenen Schlagabtausch. Gut dass Schiri Linz eingeteilt war: Er hatte alle Hände voll zu tun und unterband überhartes Einsteigen. Zahlreiche Unterbrechungen, vier Mal Gelb für den SV, fünf Mal für die DJK plus eine Ampelkarte kennzeichneten die Brisanz des Lokalschlagers vor großer Kulisse. Kurz vor der Pause grätschte DJK-ler Petracek um Zentimeter an einer scharf von der Grundlinie getretenen Hereingabe Timo Kohlers vorbei.

Kampf um jeden Meter im Mittelfeld, diverse Stopps nach taktischen Fouls - die Partie setzte sich nach dem Seitentausch so fort wie sie vor der Pause ablief. Gebenbach kam immer wieder über links, wo Cengiz Izmire mit tollen Dribblings Angriffe einfädelte. Auf SVE-Seite kam mit der Einwechslung von Martin Pasieka mehr Zug zum Tor zustande. Der Stürmer spielte seine Lufthoheit mehrfach aus, zwang mit seinem Kopfball einen DJK-Verteidiger beinahe zu einem Eigentor.

Kunstschuss zum 1:2

Als alles auf ein 1:1 hindeutete kam der Auftritt von "Joker" Erdal Izmire. "Ein krummes Ding", sagte Michael Rösch zu dem Gegentreffer. Der Freistoß aus 25 Metern war ein Kunstschuss, touchierte noch den Innenpfosten unter dem Lattenkreuz und war für Heisig unmöglich zu fassen. In Überzahl warf der SVE alles nach vorne und wurde belohnt. Florian Hagn spielte Pötzl im Strafraum an und dieser vollstreckte nach einer Drehung flach zum umjubelten 2:2.
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