Rassehundezüchter beschäftigen sich in Kötzersdorf mit dem Mops
Kleiner Wuchtbrummer

Treue Freunde mit Courage und kaiserlichem Blut: Beim Monatstreffen des ARZLV sprach Michael Neumeister aus Bayreuth (rechts, mit Vorsitzendem Peter Jahn) über den Mops. Bild: bjp
Gedrungen, faltig und etwas "kastig": Mit der Schönheit eines Collies kann der Mops nicht konkurrieren. Hundekenner schätzen den kleinen Asiaten trotzdem als quirligen, treuen und geselligen Freund, von dem Loriot sagte: "Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos." Beim Monatstreffen des Allgemeinen Rassehundzüchter- und -liebhabervereins (ARZLV) stellte Michael Neumeister die oft unterschätzte Rasse vor.

Diese sei vor etwa 2000 Jahren erstmals als "Kaiserhund" in China gezüchtet worden, wusste der Bayreuther. Jahrhundertelang sei es der kaiserlichen Familie vorbehalten gewesen, einen Mops auch nur zu berühren. Um 1600 hätten niederländische Händler die Rasse nach Europa gebracht. Im badischen Bretten erzählt man seit vier Jahrhunderten, dass ein Mops die Stadt aus einer Belagerung gerettet habe. Ihm hätten die Bürger mit einem Standbild, dem "Brettener Hundle", ein Denkmal gesetzt.

Im 18. Jahrhundert habe sich eine Intellektuellengruppe "Mopsorden" genannt: "Der Mops galt als Inbegriff von Zuverlässigkeit, Mut und Treue." Das charakteristische Brummen und Schnaufen habe ihm den Namen gegeben, "mopperen" heiße auf Niederländisch brummen. Am Beispiel zweier Weggefährten veranschaulichte Neumeister die Rassestandards, die vor fünf Jahren verändert worden seien, so dass nun natürlichere Nasen-, Kiefer- und Augenformen wichtig sind. Übliche Farben sind schwarz, silbergrau und beige.
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