Rathaus schafft neue Jobs

Personelle Veränderungen sorgten im Marktrat für hitzige Diskussionen. Die Räte entschieden, in welchen Bereichen das Personal aufgestockt werden soll. Und dabei herrschte nicht immer Einigkeit.

Luhe-Wildenau. (bey) Mit 10:7 Stimmen beschloss der Marktrat die Einstellung einer weiteren Kraft für die Verwaltung. Einstimmigkeit herrschte darüber, einen Mitarbeiter für den Bauhof einzustellen. Ebenso verabschiedete der Marktrat den Haushalt für das Jahr 2015 mit einem Gesamtvolumen von 8 857 645 Euro. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von 829 812 Euro.

Weiterbildung und Kurse

Geschäftsleiter Alfred Gilch schilderte die Personalsituation im Rathaus. Die Ausweitung der Amtsstunden, die Aufgabenstellung, die zunehmende Bürokratie sowie die vermehrten schriftlichen Anfragen und Wünsche der Bevölkerung führten zu erhöhtem Personalbedarf. Dazu komme, dass Mitarbeiter wegen Weiterbildungen und damit verbundenen Klausurarbeiten mehrere Tage in der Woche fehlten.

Diese Schulungen seien zwingend notwendig, weil unter anderem ein Mitarbeiter nach Abschluss der Prüfung in die Geschäftsleitung eingearbeitet werden solle. Im Bauhof scheidet ein Mitarbeiter altersbedingt aus. CSU-Fraktionsvorsitzender Roland Rauch sah keine Notwendigkeit für weiteres Personal in der Verwaltung. Gerhard Kres (CSU) fragte, wo die früher angeführten freien Kapazitäten in der Verwaltung seien. Er machte die Einstellung einer Verwaltungskraft dann möglich, wenn ein bisheriger Mitarbeiter in die Geschäftsleitung wechselt.

Johann Kick (CWU) wollte lieber zwei Mann für den Bauhof einstellen. Sebastian Hartl (CSU) plädierte für eine frühzeitige Einstellung von Personal für den Bauhof. Hans Anzer (CSU) stimmte für mehr Leute für Verwaltung und Bauhof und räumte den Fremdfirmen als "Spezialisten von außen" eine hohe Berechtigung bei gemeindlichen Arbeiten und Aufträgen ein.

Hans Meißner (CWU) befürwortete angesichts der Abwesenheit der Mitarbeiter eine Änderung der Öffnungszeiten in der Verwaltung. Im Bauhof solle der Nachfolger des ausscheidenden Mitarbeiters wenigstens ein Jahr lang gemeinsam mit diesem Kollegen eingearbeitet werden. Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer machte deutlich, dass die Personalausgaben der Gemeinde nur 15,1 Prozent des Verwaltungshaushaltes ausmachen und deshalb im Vergleich zu anderen Kommunen absolut gering seien.

Einstimmiger Beschluss

In jedem Fall seien aber auf Dauer weiterer Mitarbeiter in der Verwaltung notwendig. Quer durch die Fraktionen beschloss der Marktgemeinderat die Einstellung einer Kraft für die Verwaltung, einstimmig die Einstellung eines Mitarbeiters für den Bauhof.
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