"Rausgeschmissenes Geld"

Einigkeit über das Ergebnis des Konzepts bestand im Gremium nicht. Christian Drehobel (CSU) meinte, es habe einige Ergebnisse gebracht, es gebe sicher noch mehr Potenzial. "Die Bürger hätten halt mehr mitarbeiten sollen." Er sprach sich dafür aus, das Nahwärmekonzept weiter zu verfolgen.

Auch Wolfgang Doleschal (CSU) schloss sich an und stellte fest, dass die Brander im Vergleich zu anderen Gemeinden weniger Brauchwasseranlagen auf den Dächern hätten. Die LED-Beleuchtung sollte man Zug um Zug umsetzen. "LED ist gut, PV-Anlage in der Kläranlage positiv."

Das war's schon, was Werner Brunner (FW) an dem Konzept gut findet. Das Zahlenwerk nütze Brand nichts, der Aufwand sei viel zu groß, zu teuer. "Rausgeschmissenes Geld! Viel Essentielles ist nicht dabei!", fasste er zusammen. Vieles werde am Geld scheitern. Man müsse schon einmal damit anfangen, im Sitzungssaal die Vorhänge zu kürzen, das wäre eine erste, einfache Maßnahme. Er sprach auch von einer Ladestation für Elektroautos, das sei eine Investition in die Zukunft.

"Wie ein Schullehrer", meinte Wolfgang Doleschal, hätte Werner Brunner seinen Vortrag gehalten und fügte an: "Hättest halt dein Fachwissen eingebracht."

Auch Bürgermeister Ludwig König widersprach Werner Brunner und meinte, dass ohne das Konzept niemand auf die fehlende Dämmung auf dem Mehrfamilienhaus gekommen wäre und ebenso hätte niemand die Idee einer PV-Anlage an der Kläranlage gehabt.

Es sei der falsche Weg, das Konzept zu zerreden, meinte Tobias Reiß. Es sei nun einmal ein mühsamer Prozess. Es habe das Ei des Kolumbus nicht gebracht, aber die Kritik werde denen nicht gerecht, die sich eingebracht haben. "Wir sind auf einem guten Weg!"

Christian Drehobel schlug vor, in der Dorfzeitung immer Themen zu behandeln. Externe Ratschläge kämen stets besser an. Das Energiekonzept wurde nach der kurzen, aber intensiven Debatte einstimmig anerkannt. (ld)
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