Reaktionen von Bürgermeister Edgar Knobloch

Mit Unverständnis reagierte der Bürgermeister auf die Auslassungen des "Linke"-Vertreters. "Was hat der Kauf des Bauhof-Geländes im Jahr 2012 mit dem Haushalt des Jahres 2015 zu tun?", fragte Edgar Knobloch. Auch zu den Ausführungen von SPD-Sprecher Thomas Weiß sah er Aufklärungsbedarf. Knobloch entdeckte in der Haushaltsrede eher pauschale Vorwürfe als konstruktive Vorschläge: "Da bin ich schon enttäuscht, weil ich von einer guten und parteiübergreifenden Zusammenarbeit ausgegangen bin." Ihn wurmte die Behauptung unzureichender Vorbesprechungen mit den Fraktionsführern. Der Bürgermeister nannte das Verhalten der SPD vor der Entscheidung über den Rathaus-Umzug als Beispiel: Nach vielen Telefonaten hätte sich erst im dritten Anlauf ein SPD-Vertreter gefunden, an der Fraktionsführerbesprechung teilzunehmen.

In der Vorberatung und im für Thomas Weiß anberaumten Gespräch hätten SPD-Vertreter Zustimmung zum Verbleib der Verwaltung im alten Rathaus signalisiert. Knobloch wundert sich noch heute: "Einen Tag später hat die SPD dagegengestimmt." Zweifel hege er am grundsätzlichen Interesse der SPD am Haushalt. Zur Vorberatung habe die SPD-Fraktion den Wunsch nach einem Gedankenaustausch mit der Kämmerin geäußert. Gekommen sei nicht die Stadtratsfraktion und nicht Fraktionssprecher Weiß, sondern Helmuth Wächter allein, bemerkte Knobloch.

Verwundert war er über den Sinneswandel bei der Schuldenentwicklung. "Dass sich die SPD Sorgen um die Schulden macht, ist neu. Nicht neu ist der Schuldenstand. Der wurde mir so übergeben, ohne Rücklagen." (do)
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