Realschüler feiern eine ökumenische Andacht in der Stadtpfarrkirche
Vereint für eine Gebetsstunde

Schüler der 8. Klassen lasen die Fürbitten und zündeten nach jeder Fürbitte eine Kerze an. Bild: wku
Eine Premiere für die Realschule Auerbach war die ökumenische Andacht am Freitag in der Stadtpfarrkirche. Realschullehrerin Schwester Thekla Hofer kam durch die augenblicklich laufende Gebetswoche zur Einheit der Christen auf die Idee dazu. Die beiden Schulpfarrer Horst Kurz und Johann Zeltsperger griffen sie auf. Die Stadtpfarrkirche musste es sein, damit alle Schüler der Realschule Platz fanden. Sogar die Emporen waren besetzt.

"Es ist ein Ärgernis, dass die Christen nicht mehr eins sind. Aber in ihnen steckt die Sehnsucht, dass sie es wieder werden", erklärte Pfarrer Johann Zeltsperger in seiner Begrüßung. "In dieser Gebetsstunde sind wir vereint", sagte der Geistliche.

"Was ist Wahrheit?" Diese Frage stellte Pfarrer Horst Kurz in seiner Predigt. Er zeigte auf, dass Wahrheit oft nicht so eindeutig sei, wie es scheint. Jede Gruppe, jede Religion oder Konfession meine, sie allein gepachtet zu haben. "Das gemeinsame Ziel sollte der Glaube an Jesus Christus sein", appellierte der Geistliche. Verwirklicht werden könne er auf verschiedenen Wegen. Als Zeichen gab er den Schülern ein Wollknäuel und forderte sie auf, es durch die Reihen zu werfen, so dass es ein Netz ergab. Die Schüler legten daraus ein buntes Kreuz vor den Altar.

Lesungen und Fürbitten trugen katholische und evangelische Schüler der 8. Klassen vor.
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