Rechte Hand im Norden

Als Nachfolgerin von Patrick Lehner will Corinna Bader für die nächsten zwei Jahre bei der Jungen Union in Auerbach ihren Mann stehen. Die 18-Jährige, die gerade ihr Abitur am Gymnasium in Eschenbach baut, möchte zeigen, dass Politik nicht langweilig ist, sondern sehr interessant sein kann.

Beim Blick zurück spannte Patrick Lehner, der wegen seines Wohnsitzwechsels nicht mehr kandidierte, den Bogen über eine insgesamt vierjährige Amtszeit. Mehr als 80 Veranstaltungen kamen zusammen. Einen Sitz im Auerbacher Stadtrat ergatterte bei der Kommunalwahl aber keiner der vier JU-Kandidaten, bedauerte er.

Spende an Archeladen

Politik mitzubestimmen, sei sein großes Anliegen auf Ortsverbandsebene gewesen. Die Förderung der Jugendarbeit habe sich allerdings nicht immer so gestalten lassen, wie er es gerne gehabt hätte. "Deshalb war der Fokus auf Spenden an Vereine mit Jugendarbeit gerichtet" sagte Lehner. Bedacht wurde dabei unter anderem der Archeladen, nachdem sich unter seinen Kunden auch Familien mit Kindern befinden.

Beim Faschingszug dabei

Zu den Höhepunkten zählte das Ferienprogramm mit arbeitsaufwendigen Aktionen. Aufgesprungen ist die Junge Union heuer auf den Faschingszug und nahm sich dabei selbst auf die Schippe. Die schwere Entscheidung, das JU-Heim in der Pfarrstraße aufzugeben, habe sich als sinnvoll erwiesen. JU-Sitzungen wechseln jetzt von einer Auerbacher Gaststätte zur nächsten.

Eine große Herausforderung stellte sich 2014 mit den Kommunalwahlen. "Wir haben Wahlkampf für junge Leute gemacht", sagte Patrick Lehner. Vier Kandidaten schickte die Junge Union ins Rennen, aber für einen Sitz im Stadtrat reichte es nicht.

Den aktuellen Mitgliederstand bezifferte er auf 28. Eine Neuaufnahme und ein Austritt hielten sich die Waage. Altersbedingt schieden fünf Mitglieder aus.

Simon Winter berichtete von einem Plus in der Kasse. Die Revisorinnen Claudia Kormann und Christa Haslbeck bestätigten die Zahlen. Auf Spenden der JU dürfen sich demnächst das Jugendrotkreuz Auerbach, die Realschule und die Abteilung Kinderturnen des SV 08 freuen.

Viel Anerkennung fand JU-Kreisvorsitzender und Kreisrat Michael Mertel für die fortgeschrittene Vernetzung von Ortsverbänden und Kreisverband: "Auerbach ist da ein Musterbeispiel." Trotz seiner Lage in der nördlichsten Ecke des Landkreises sei der Ortsverband zu seiner rechten Hand geworden; ein Verdienst des bisherigen Vorsitzenden Patrick Lehner.

Gründerzeit bei der JU

Für den Kreisverband nannte Mertel einen aktuellen Mitgliederstand von rund 500 mit 26,9 Jahren Altersdurchschnitt. Als großes Ziel sei anvisiert, die Junge Union wieder flächendeckend zur stärksten Kraft zu machen. Inzwischen existierten 16 Ortsverbände im Landkreis, darunter fünf Neugründungen allein im vergangenen Jahr.

Kreis- und Stadtrat Helmut Zerreis sicherte, auch in seiner Funktion als CSU-Ortsvorsitzender, der neuen Führung der Nachwuchsorganisation Unterstützung zu.
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