Regen macht Anglern zu schaffen

Das Trio "Die Räuber" - Claus Dietl, Dieter Blechschmidt und Udo Fiebig (Zweiter bis Vierter von links) - sahnte in der Mannschaftswertung ab, bei der das Gesamtgewicht des Fangs zählte. Vorsitzender Martin Schusser (links) und sein Stellvertreter Günter Ring (rechts) gratulierten den Titelverteidigern.

Zahlreiche Besucher, viele Teilnehmer am Hege- und Königsfischen und eine große Auswahl an Fischgerichten: All das ließ das zweitägige Fest des Sportanglervereins an der Creußen zu einem Erlebnis werden. Und die wichtigste Frage wurde auch beantwortet: Wer sind die neuen Fischerkönige?

Den Auftakt der Festlichkeiten und der Wettbewerbe bildete ein Castingturnier. Dabei war Zielgenauigkeit gefragt. An der Angelrute wurden kleine Gewichte befestigt, die aus verschiedenen Entfernungen auf die sogenannte Ahrenberg-Scheibe geschleudert werden musste. Dabei galt es möglichst deren Mitte zu treffen .

Der Angelwettbewerb lockte tags darauf ab 5.30 Uhr 87 Angler (wir berichteten) an Rußweiher, Neuweiher (Neustadt am Kulm), Dorfweiher (Filchendorf), Heindlweiher (Trabitz), Creußen und Haidenaab. Dabei machten den Anglern zunächst die Unbilden der Witterung sehr zu schaffen: Gegen Morgen hatte starker Regen eingesetzt.

Die Folge war nicht nur nasse Kleidung, sondern auch mangelnde Bissfreudigkeit der Fische. Drei der Petrijünger blieben ganz ohne Fang, bei den anderen lagen die Gesamtergebnisse zwischen 85 und 27 180 Gramm. Nur fünf Fische brachten mehr als 2600 Gramm auf die Waage. Dies wirkte sich auch auf das Ergebnis insgesamt aus, das von 391 Kilogramm im Vorjahr auf 316 Kilogramm zurückging. Vorsitzender Martin Schusser erinnerte daran, dass beim Hege- und Königsfischen 2013 zusammengerechnet rund 600 Kilogramm Fisch gefangen worden waren.

Dekorative Aufreihung

Wie stets bei Fischerfesten war die Königsproklamation wieder eine würdevolle Zeremonie. Die vor vier Jahren von den Tremmersdorfern in großartiger Gemeinschaftsleistung erbaute Festhalle bot dafür optimale Voraussetzungen. Die große Anzahl von Sachpreisen war darin dekorativ aufgereiht und glich einer Ausstellung für Anglerbedarf.

Die neuen Fischerkönige des Sportanglervereins heißen Viktor Ruf bei den Erwachsenen und Simon Seitz bei den Junioren. Nach einjähriger Amtszeit übergaben ihnen Dieter Blechschmidt und Jonas Pleßgott die Königsketten. Rufs Spiegelkarpfen wog 5270 Gramm, Seitz' größter Fisch 1930 Gramm.

In der Mannschaftswertung siegte erneut das Trio "Die Räuber", das damit seinen Titel verteidigte und zum zweiten Mal den im Jahr 2011 vom Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht gestifteten Wanderpokal errang. Claus Dietl (26 070 Gramm), Dieter Blechschmidt (4445 Gramm) und Udo Fiebig (27 180) verbesserten mit 57 697 Gramm ihr Fangergebnis gegenüber 2014 (44 015 Gramm) deutlich. Es folgten die "Stipp- und Feederfreunde Opf 1" mit Reinhard Schuller, Uwe Schertel und Robert Trißl (insgesamt 29 200 Gramm) und die Mannschaft "Keine Ahnung", bestehend aus Peter Kasebaum, Richard Göppl und Wolfgang Hann, mit 27 085 Gramm.

Pokale und Preise

In der Einzelwertung machten beim Gesamtfang Udo Fiebig (27 180 Gramm), Claus Dietl (26 070 Gramm) und Reinhard Schuller (14 300 Gramm) die vorderen Plätze unter sich aus. Im Vorjahr hatten sie mit 16 680, 16 600 und 16 910 Gramm noch enger beieinander gelegen. Bei den zwölf teilnehmenden Junioren hatten Lukas Ring (4245 Gramm), Alexander Lindner (3175 Gramm) und Christian Bäuml (2605 Gramm) deutlich die Nase vorn.

Die jeweils Besten freuten sich über Pokale, zudem durfte jeder erfolgreiche Angler - unter ihnen diesmal nur vier Frauen - je einen Sachpreis auswählen. Auch für die Teilnehmer am Castingturier hatte der Verein Preise bereitgestellt. Rege nachgefragt von den Besuchern des Festes wurden die geräucherten und gegrillten Forellen und Makrelen sowie alle anderen Fisch- und Grillspezialitäten.
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