Regensburger startet bei der Cross-EM in Bulgarien
Jonas Koller: "Ich fühle mich fit"

Jonas Koller von der LG Telis Finanz Regensburg hat sich für die Cross-Europameisterschaften im bulgarischen Samokov qualifiziert. Bild: Kiefner
Regensburg. (rik) Auf den ersten Blick sieht Jonas Koller etwas anders aus als seine gleichaltrigen Teamkollegen bei den "Blauen". Spricht man ihn jedoch an, merkt man sofort, dass er ein ganz normaler junger Mann aus Bayern ist. Genauer gesagt aus Velburg mitten im oberpfälzischen Jura.

Geboren in Äthiopien

Mit seinem Geburtsland Äthiopien verbindet ihn nur noch sein Aussehen und eben die Liebe zum Laufen. Und weil ihn Mama Rita schon mit drei Monaten aus einem Waisenhaus der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba abgeholt hat, bestehen auch nicht die leisesten Zweifel über sein wahres Alter. Abgesehen davon, dass er eher jünger aussieht als sein Lebensalter von 21 Jahren aussagt. Inzwischen ist er schon sieben Jahre bei der Läufergruppe der LG Telis Finanz Regensburg und als Talent angekommen.

Jüngster Beweis: Im französischen Metz qualifizierte sich der Regensburger als weitaus bester deutscher U23-Läufer für die Cross-Europameisterschaften im bulgarischen Samokov am 14. Dezember. Dabei ließ er auch Deutschlands einzigen Cross-EM-Starter in der Männer-Klasse, Benedikt Karus, deutlich hinter sich.

"Ich fühle mich nach meinem Sieg-Hattrick in Ingolstadt, Metz und beim heimischen Nikolauslauf fit für die Europameisterschaften. Optimum in Samokov wäre ein Top-20- Platz, zumal ich mich auf die Europameisterschaften nicht speziell vorbereitet habe. Wenn wir mit dem deutschen Team Platz fünf vom letzten Jahr ein wenig toppen könnten, wäre ich mehr als zufrieden", sagt Jonas Koller zu seinen Aussichten.

Für die Höhenlage in Bulgarien mit über 1000 Metern fühlt er sich gerüstet. Schließlich hat er sein erstes Höhentrainingslager im Frühjahr in Kenia auch gut überstanden. Da seine international weitaus erfahreneren Teamkollegen Corinna Harrer, Maren Kock, Florian Orth und Philipp Pflieger die Cross-EM links liegen ließen, ist er der einzige "Blaue" im starken deutschen Team mit 25 Teilnehmern.

Über 1000 Meter hoch

Für Jonas Koller geht's am Freitag mit dem Flieger in die bulgarische Hauptstadt Sofia und von dort dann rauf ins Urlaubsresort Samokov, das deutlich über 1000 Meter hoch liegt. Dort schneit es gerade kräftig bei deutlichen Minusgraden. Am Sonntag soll allerdings die Sonne scheinen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Letztendlich deutet alles auf sehr schwierige Bedingungen hin. Die kommen dem leichtgewichtigen Regensburger aber gerade recht. "Je schwerer, desto besser für mich. Dann kommen die schnellen Leute von den Unterdistanzen nicht mehr so gut zurecht und für mich könnte es dadurch weiter nach vorne gehen", sagt Koller zu dem, was ihn in der Höhe von Bulgarien erwartet.
Weitere Beiträge zu den Themen: Dezember 2014 (1863)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.