Region wird friedlicher

Polizeiinspektionsleiter Reiner Striegl (Zweiter von rechts) und sein Stellvertreter Werner Stopfer (Zweiter von links) gaben den Bürgermeistern Albert Nickl (rechts) und Peter Lehr Einblick in ihre Jahresbilanz. Bild: rn

Gute Zahlen präsentierte die Leitung der Eschenbacher Polizei für das Jahr 2014. Aber die Kriminalstatistik zeigt auch, dass es für die Polizisten der Eschenbacher Inspektion weiter genug zu tun gibt.

Mit guten Nachrichten kamen die Inspektionsleiter Reiner Striegl und Werner Stopfer ins Rathaus. Beim jährlichen Gespräch zur Sicherheitslage vermeldete die beiden einen deutlichen Rückgang der Straftaten. Sorgen bereite ihnen die "immer noch relativ hohe Rauschgiftkriminalität".

Den Bürgermeistern der Verwaltungsgemeinschaft legten Striegl und Stopfer die Kriminalstatistik und die Verkehrsunfallstatistik 2014 vor. Die Zahl der Straftaten ging demnach von 871 im Jahr 2013 auf 662 zurück. Diesen Rückgang um 24 Prozent brachte die Polizei mit der Verringerung der US-Kampftruppen im Lager Grafenwöhr in Zusammenhang. Obwohl die Aufklärungsquote von 74,4 Prozent auf 69,3 Prozent zurückgegangen ist, liege sie noch über dem Landesdurchschnitt von 64 Prozent. Striegl freut sich, dass es 2014 keine Fälle von Mord, Totschlag und Vergewaltigung gab. Umso "schockierend für uns alle" sei nun der Angriff auf die junge Frau in Pressath gewesen. Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen und auf Straßen gab es je 26 Meldungen. Die Zahl der Diebstähle blieb mit 158 Fällen nahezu unverändert, bei den Rauschgiftdelikten gab es einen Rückgang von 94 auf 69 Taten. Stopfer sprach von einem gleichbleibenden Kreis von Konsumenten.

In Grafenwöhr ging die Zahl um 147 auf 262, in Eschenbach um 23 auf 146, in Pressath um 41 auf 116, in Vorbach um 10 auf 17 und in Schlammersdorf um 10 auf 5 zurück. In Schwarzenbach stiegen sie um 11 auf 29, in Trabitz um 9 auf 20 und in Speinshart um 2 auf 13. Was die Zahlen der Straftaten je 1000 Einwohner betrifft, liegt Grafenwöhr mit 40 an der Spitze. Es folgen Eschenbach mit 37, Pressath mit 26, Schwarzenbach mit 24 und Vorbach mit 16.

Striegl wies auf den ungedeckten Bedarf an Notunterkünfte hin. "Man muss die Frage stellen, was wäre wenn." Den Gemeinden und deren Feuerwehren dankte er für die stets gute Zusammenarbeit. Die Bürgermeister Peter Lehr und Albert Nickl gaben den Dank zurück. Beide Seiten waren sich einig, dass sich die Verkehrsregelung an der Bergkirche bewährt hat und die Verkehrsregelung an der Speinsharter Straße eine vertretbare Lösung sei.
Weitere Beiträge zu den Themen: Straftat (812)Eschenbach (13379)Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.