Regionalliga Bayern verspricht Spannung - FC Amberg empfängt Memmingen
So stark wie noch nie

Amberg/Regensburg. Mit dem Auftaktspiel zwischen dem SSV Jahn Regensburg und Viktoria Aschaffenburg wird die neue Saison in der Regionalliga Bayern heute eröffnet. Bayerns höchste Amateurklasse verspricht reichlich Spektakel - der FC Amberg startet am Freitagabend mit einem Heimspiel gegen den FC Memmingen. Schon alleine die Namen klingen nach Profifußball, auch wenn es nur die zweiten Mannschaften sind: FC Bayern München, TSV 1860 München, 1. FC Nürnberg, FC Ingolstadt, FC Augsburg, SpVgg Greuther Fürth - es wird auch in diesem Jahr richtig spannend.

Dass mit dem SSV Jahn Regensburg und der SpVgg Unterhaching zwei Schwergewichte den Gang nach unten antreten mussten, macht das Ganze natürlich noch interessanter. Auch die Aufsteiger stehen im Blickpunkt: Aus der Bayernliga drängen Viktoria Aschaffenburg, der TSV Rain/Lech und der FC Amberg nach oben. Und so sind sich viele Experten in einem einig: Die Regionalliga Bayern ist in dieser Saison stark wie nie.

Eine Zwei-Klassen-Gesellschaft wird es aber auch diesmal geben. Denn gerade die zweiten Mannschaften der Profi-Klubs haben gegenüber den Amateurteams zwei Vorteile: Das Profi-Dasein und ein hochprofessionelles Umfeld. Mit dem FC Bayern, dem TSV 1860 und dem FC Ingolstadt schafften es in der vergangenen Saison drei zweite Mannschaften in die Top 5. Auch die Reserven des 1. FC Nürnberg und des FC Augsburg hatten keine Probleme in der Liga. Lediglich die "Zweite" der SpVgg Greuther Fürth musste etwas zittern, schaffte am Ende aber auch problemlos den Klassenerhalt.

Jetzt kommt mit dem SSV Jahn Regensburg ein Team dazu, das allein schon wegen des neuen Stadions eigentlich wieder zurück in den Profifußball muss. Und so sehen auch 17 der 18 Trainer der Regionalliga den Jahn als ganz großen Favoriten auf den Meistertitel, dicht gefolgt von der U23 der Bayern. Sphären, von denen der FC Amberg weit entfernt ist - sowohl was das Budget als auch die Saisonziele betrifft.

Doch schon am ersten Spieltag bekommt man am Schanzl echte Regionalliga-Tradition zu spüren. Denn erster Gegner der Rost-Elf ist der Vorjahressiebte FC Memmingen. "Wir sind der einzige Verein mit Amateurstrukturen, der die Regionalliga seit der Ligenreform komplett überstanden hat", freut sich FCM-Vorsitzender Armin Buchmann. Stolz ist herauszuhören, wenn er über seinen Verein spricht, der in das sechste Jahr in Folge in der Regionalliga geht: "Dass wir in dieser Liga sportlich und wirtschaftlich immer überlebt haben, ist schon außergewöhnlich."

1. Spieltag

Donnerstag, 19 Uhr: SSV Jahn Regensburg - Viktoria. Freitag, 18.30 Uhr: SpVgg Bayreuth - SV Schalding, FC Amberg - Memmingen. 19 Uhr: SpVgg Unterhaching - Ingolstadt II, TSV 1860 II - Wacker Burghausen, TSV Buchbach - TSV Rain/Lech. Samstag, 14 Uhr: FC Augsburg II - Greuther Fürth II. 16 Uhr: 1. FC Schweinfurt - 1. FC Nürnberg II. 29. Juli: FV Illertissen - FC Bayern II
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