Regionalliga: Oberpfalzderby zugleich ein Spitzenspiel
Schon mehr als 7500 Karten verkauft

Michael Plänitz (links) kennt sie schon - die Arena-Atmosphäre. Und er weiß, wie es sich anfühlt, im neuen Regensburger Stadion zu gewinnen. Der Kapitän des FC Amberg (im Bild links) spielte Anfang Juli zusammen mit seinem Mannschaftskollegen Andreas Graml in einer Ostbayernauswahl zur Eröffnung der Continental-Arena gegen den SSV Jahn Regensburg (2:1). Bild: bwr
Regensburg/Amberg. Das Spitzenspiel der sechsten Runde in der Fußball-Regionalliga steigt beim SSV Jahn Regensburg. Das war vor der Saison so vielleicht noch zu erwarten. Nicht aber, dass Neuling FC Amberg das Oberpfalzderby als ungeschlagener Tabellendritter zur Top-Partie macht.

Vor dem Duell mit der Mannschaft von FC-Trainer Timo Rost am Freitag, 14. August (19 Uhr), in der neuen Continental-Arena pflügt der Drittliga-Absteiger SSV Jahn Regensburg nach Belieben durch die Liga - fünf Spiele, fünf Siege, so die Bilanz zum Auftakt. "Wir wussten, dass wir von Anfang an da sein müssen. Diese Erfolgserlebnisse zu Beginn waren nicht unbedingt zu erwarten. Der Kern der Mannschaft, die abgestiegen ist, ist ja noch hier. Und deshalb gibt so ein Auftakt natürlich Selbstvertrauen", sagt Christian Keller, Geschäftsführer Profifußball.

53-Millionen-Arena

Dass der Jahn neben dem FC Bayern II von vielen als Favorit gesehen wird, kommt nicht von ungefähr - schließlich gab es zuletzt sechs Jahre Profifußball in Regensburg. Diese Einschätzung passt Keller aber gar nicht: "Es gibt nur einen Favoriten in dieser Liga - und das ist der FC Bayern. Die haben ganz andere Mittel als wir." Ein Etat von mehr als 1,5 Millionen Euro (vergleichbar mit dem aus der Vorsaison in der 3. Liga) zeigt aber schon ein gewisses Streben nach Höherem. Auch wenn man sich demütig gibt beim Jahn, gegen eine schnelle Rückkehr in den Profibereich hätte man nach dem Bau der 53 Millionen Euro teuren und 15 000 Fans Platz bietenden Continental-Arena sicherlich nichts einzuwenden.

Über 6000 Karten verkauft

Die Realität sieht heute, zwei Jahre später, anders aus: Es geht gegen den FC Amberg um Punkte in der Regionalliga. Der Wunsch beim Jahn dabei: Drei Punkte und möglichst viele Besucher: "Ich bin schlecht im Schätzen und lass mich deshalb überraschen. Ich hoffe aber, dass die Zuschauerzahlen ähnlich werden wie in den ersten beiden Spielen", hofft Keller. Zur Eröffnung gegen Aschaffenburg waren 7800, gegen Schweinfurt knapp 7000 Zuschauer gekommen. Bis gestern Nachmittag waren für das Derby mehr als 7500 Karten verkauft.
Weitere Beiträge zu den Themen: FC Bayern (6867)August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.