"Regulierungs-Tsunami"

Basel III gehört für Hermann Ott zu einem "Regulierungs-Tsunami", der schon ein halbes Jahrzehnt andauere. Allein heuer plane die EU-Kommission 177 weitere Rechtsakte, die aus den Beschlüssen der Brüsseler Gesetzgeber folgten.

Nach fünf Jahren der Gesetzgebung unter Krisenbedingungen sei nun der Zeitpunkt, einen Schritt zurückzutreten und die Regulierung zu hinterfragen, mahnte der Chef der Weidener Raiffeisenbank. Es gelte, einen europäischen Zahlenfriedhof zu vermeiden.

Die Umfrage des Genossenschaftsverbandes Bayern ergab allein für die Erfüllung neuer regulatorischer Anforderungen einen Personalaufwand von 33 Millionen Euro im Jahr. Der Verband schätzt die momentanen zusätzlichen indirekten Regulierungskosten auf 18 Millionen Euro. Allein für das Meldewesen kommt laut Ott eine durchschnittliche Genossenschaftsbank schon jetzt auf 20 Arbeitstage im Monat. Umgerechnet auf den Kreisverband betragen die zusätzlichen Regulierungskosten 836 000 Euro im Jahr, Tendenz steigend.
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