Reise durch grüne Reiche

Kleine Teiche, Fontänen, Bachläufe: Wasser ist nicht nur zum Gießen da. So wird der Garten zu einer Oase der Entspannung und des Krafttankens. Bilder: rn (2)

Die bunte Blütenpracht war zwar teilweise hitzegeschädigt. Dennoch taten sich Paradiese auf: Gärten dienen als Orte der Muse, der Entspannung und des Krafttankens, der Begegnung mit der Natur, aber auch der Aktivität. Sie sind eine Erlebniswelt für sich.

Ein Gartenvergnügen in vielen Variationen bot sich den Vertretern von Stadt, Obst- und Gartenbauverein sowie Siedlergemeinschaft bei ihrem Rundgang im Zuge des Blumenschmuckwettbewerbs. In zwei Gruppen machten sie sich auf eine jeweils nahezu dreistündige Reise durch insgesamt rund 70 Gärten und Vorgärten sowie zu Balkonen, die ihre Besitzer gemeldet hatten.

Gegenstück zum Alltag

Diese offenbarten sich als Gartenfreunde mit viel Kreativität. Mit der Art der Gestaltung gaben sie auch zu erkennen, welchem Zweck ihr Garten dient. Zu sehen gab es für die aus jeweils fünf Mitgliedern bestehenden Gruppen Gärten, die in erster Linie der Erholen oder gar als seelische Kraftquelle dienen - als Gegenstück zum fordernden Alltag. Sie waren geprägt von pflegeleichter Gestaltung. Andere wiederum spiegelten Aktivität und körperliche Betätigung des Besitzers wieder.

Pflegeintensive, mit Pflanzen und Stauden abwechslungsreich gestaltete Beete ließen die Betrachter verweilen. Bienen umschwärmten die Nektarlieferanten. Eingebaut in diese Flora und Fauna waren immer wieder Nutzgärten mit Gemüse und Kräutern, vereinzelt in Hochbeeten.

Wasser ist nicht nur zum Gießen da. Dies bewiesen Mini-Teichanlagen, Fontänen oder gar kleine "Bachläufe". Sie lieferten ein reizvolles Bild und ihr Geplätscher verlieh den Gärten ein besonderes Flair.

Erinnerungen an Reisen

Wie sehr gestalterische Elemente einen Garten prägen können, zeigten unter anderem Zäune aus Weidengeflecht und angedeutete Mauern aus Ziegelstein sowie Zierrat. Südländische Pflanztröge, Blumenampeln, und Weinreben ließen auf umgesetzte Reiseerinnerungen schließen. In den Vorgärten stellte beispielsweise Oleander einen freundlichen Willkommensgruß dar.

Blumenkästen Mangelware

Vor allem im innerstädtischen Bereich vermisste die Kommission allerdings Blumenkästen. Sie werden oft als Aushängeschild einer lebens- und liebenswerten Stadt angesehen. In den Eschenbacher Wohnsiedlungen dagegen werteten viele Kästen mit üppiger Blumenpracht die Gebäude auf.

Auffallend war, dass es sich bei den begutachteten Anwesen oftmals um Eigenheime von Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins handelte - Vorsitzenden Willi Trummer wird's freuen. Jene Eschenbacher, die wieder einen besonders grünen Daumen bewiesen haben, wird die Stadt im Herbst zu einem Anerkennungsabend laden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Lea (13790)Eschenbach (13379)August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.