Reise ins Unbekannte

Der SV Etzenricht (1./23) genießt die Momentaufnahme als Tabellenführer der Landesliga Mitte, mehr auch nicht. Denn schon nach dem schwierigen Auswärtsspiel beim FC Sturm Hauzenberg (6./15) kann sich die Lage blitzschnell ändern. Andere Sorgen plagen den in Schwierigkeiten steckenden SV Mitterteich (16./9).

Weiden. (kap) Nach dem sauberen 3:0-Sieg über Schlusslicht FC Tegernheim versuchte Etzenrichts Trainer Michael Rösch, auf dem Boden zu bleiben. "Wir genießen den Augenblick" und warnt gleichzeitig seine Mannschaft nicht nur vor dem nächsten Gegner. Knapp 230 Kilometer Anreise stecken dem Tabellenführer vor dem Spiel beim Aufsteiger FC Sturm Hauzenberg in den Knochen. Das Team aus den Landkreis Passau schlägt sich extrem wacker. In den fünf Heimspielen reichte es zu je zwei Siegen und Remis, verlor man nur eine Partie. Bis auf Spielertrainer Alexander Geiger, er trug zu Regionalligazeiten das Trikot der SpVgg Weiden, ist der Aufsteiger für die Oberpfälzer ein unbeschriebenes Blatt. Damit sich die lange Reise nach Niederbayern lohnt, strebt Trainer Rösch wenigstens eine Punkteteilung an. Damit wäre auch die auswärts noch ungeschlagene Serie gerettet.

Keine Panik

Weitaus größere Sorgen plagen den SV Mitterteich. Seit dem 5. August warten die Stiftländer auf den dritten Saisonsieg. Drei Unentschieden und zuletzt ebenso viele Niederlagen in Folge beförderten die Truppe von Trainer Reinhold Schlecht in den Tabellenkeller. Zwei Punkte sind es noch auf einen direkten Abstiegsplatz. Sowohl Schlecht als auch Vorsitzender Roland Eckert wissen um die kritische Lage, wollen aber von Panik und Unruhe nichts wissen. Und schon droht das nächste Unheil in Form des TSV Bad Abbach (9./14). Die zum erweiterten Favoritenkreis zählenden Niederbayern hat die Heimelf noch in unguter Erinnerung. In der letzten Saison setzte es eine deftige 1:4-Heimniederlage. Eine solche kann und will sich die Mannschaft nicht erlauben.

Lediglich unterbrochen durch die 1:4-Niederlage bei Fortuna Regensburg setzte die DJK Ammerthal (2./20) zu einer wahren Aufholjagd an. Der Bayernliga-Absteiger ist in der neuen Liga voll angekommen. Mit 27 Treffern stellt er die treffsicherste Offensive. Das musste zuletzt der TV Schierling beim 0:6 am eigenem Leib verspüren. Als nächstes Opfer hat sich die Mannschaft den einst gefürchteten FC Tegernheim (18./4) ausgesucht. Das Schlusslicht kommt einfach nicht auf die Beine, wird kaum in der Lage sein, die Gäste aufzuhalten. 27 Gegentreffer, lediglich der ATSV Kelheim kassierte mit 32 mehr, offenbaren deutlich die Schwächen. Vermutlich ein gefundenes Fressen für die angriffslustigen Gäste.

Schuderer übernimmt

Nach der mageren Nullnummer in Kelheim trifft die DJK Gebenbach (7./15) auf einen weiteren Mitaufsteiger. Zu Gast ist der TSV Kareth (10./14), der als neuen Trainer Sepp Schuderer während der Woche verpflichtete. Für die Gastgeber ein ungünstiger Zeitpunkt. Es ist anzunehmen, dass sich die Gästespieler ihrem neuen Coach von der besten Seite zeigen wollen. Langsam scheint sich der SC Ettmannsdorf (13./12) zu erholen. Schon beim 3:1-Sieg über Hauzenberg war ein Aufwärtstrend nicht zu übersehen. Diesen will der Sportclub natürlich bei der nur um einen Punkt schlechter gestellten SpVgg Lam (14./11) fortsetzen.
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