Reizvoller ohne viele Fichten
Leserbrief

Zur Kritik des Bund Naturschutz an der "Zerstörung des sensiblen Aschatales" (Ausgabe vom 11. Dezember) schreibt ein Leser:

"Als ich als Waldmünchener vor mehr als 40 Jahren meine Arbeitsstelle in Schönsee annahm, war das Aschatal zwischen Erikaweiher und Muggenthal ein weitgehend offenes Bachtal mit Grünflächen zwischen dem Mutterbach und den Triebwerksanlagen. Die Grünflächen wurden zum Teil kleinbäuerlich genutzt oder von den Besitzern gepflegt.

Durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft und das Leerfallen etlicher Gebäude entlang der Ascha unterblieb diese Pflege. Die Flächen verbuschten oder wurden aufgeforstet. Das Aschatal verkam von Jahr zu Jahr mehr zu einer kalten, bewaldeten, sauren Schlucht ohne jeglichen Charme. Mit dem hoffentlich bei Herrn Pöhler vorhandenen Sachverstand wäre ganz einfach das Alter der meisten Bäume an den Schnittflächen festzustellen gewesen. Hätte den selbst ernannten Naturschützern wirklich am Erhalt des früher unglaublich reizvollen Tales gelegen, hätten sie sich bei Zeiten gegen die Verbuschung und Aufforstung wenden sollen.

Ganz unabhängig von der Einstellung zu dem geplanten Ausbau der Staatsstraße in diesem Bereich, ob er nun kommt oder nicht, sind die Rodungsarbeiten ein Vorteil für den Reiz des Tales. Wünschenswert wäre es, auch den Fichtenbestand hangseits der Straße bis zur ehemaligen Bahnlinie zurückzunehmen, um Licht ins Tal zu bringen und den Verkehr auf der bestehenden Straße sicherer zu machen (umstürzende Bäume, Glatteisgefahr).

Bei der vorgetäuschten Sorge des Bundes Naturschutz um das Aschatal geht es nur darum, bezüglich des Ausbaues der Staatsstraße wider den Stachel zu löcken. Übrigens war ich viele Jahre Mitglied im Bund Naturschutz. Ausgetreten bin ich wegen der Leute, die so sind wie Herr Pöhler.

Josef Spachtholz93449 Waldmünchen

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