Renate Schwindler verabschiedet sich aus Nationalteam der Eisstockschützinnen
Rücktritt aus dem Nationalteam

Als Weltmeisterin hört Renate Schwindler im Nationalteam der Eisstockschützinnen auf. Bild: kam

Renate Schwindler vom 1. FC Neunburg hat sich aus dem Nationalteam der Eisstockschützinnen verabschiedet. Für die DESV-Verantwortlichen bedeutet dieser Rücktritt einen herben Verlust.

Kurz bevor die nationale Eisstocksaison Winter 2014/2015 mit den deutschen Pokalen Damen und Herren am Samstag, 18. Oktober, in Füssen und Straubing startet, erreichte den Deutschen Eisstock-Verband (DESV) eine schwerwiegende Nachricht. Weltmeisterin und Kapitän Renate Schwindler vom 1. FC Neunburg hat ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet.

Mit Schwindler verliert der deutsche Stocksport eine der sympathischsten und schillerndsten Persönlichkeiten. Besonders bedauerlich dabei: mit gerade mal 30 Jahren zählte die international bereits äußerst erfahrene Eisstockschützin zu den Hoffnungsträgern der Zukunft.

2009 Start mit EM-Titel

Zum ersten Mal in das DESV-Team berufen wurde Renate Schwindler 2009. Bei der Europameisterschaft in Regen gewann sie mit der deutschen Damen-Nationalmannschaft auf Anhieb Gold. Ein Jahr später in Klagenfurt holte sie Bronze bevor sie 2011 im italienischen Bruneck ihren EM-Medaillensatz mit Silber komplettierte.

In sechs Jahren Nationalmannschaft hat Renate Schwindler aber nicht nur Höhen, sondern auch die Tiefen des Spitzensports erlebt. Der Tiefpunkt war mit Sicherheit der vierte Platz bei der Heim-WM 2012 in Waldkraiburg. Ein Jahr später bei der EM im slowenischen Bled konnte die Moarschaft wieder kein Edelmetall für Deutschland einfahren. Doch Renate Schwindler warf die Brocken nicht hin, sondern rappelte sich zusammen mit ihren DESV-Kolleginnen wieder auf und es ging wieder nach oben.

Sympathieträgerin

Und zwar soweit, dass die Sympathieträgerin nun mit den Worten "Wenn's am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören" leise Servus sagen kann. Denn im März dieses Jahres holte sie sich in Innsbruck als Moar und Mannschaftsführer der DESV-Equipe die Krone des Eisstocksports, den Weltmeistertitel.

Renate Schwindler gefiel auf internationalem Parkett nicht nur durch Leistung und Engagement, sondern auch optisch. Mit häufig wechselten Farbtupfern im Haar und meist auch passender Brille dazu brachte die Frohnatur immer wieder "Farbe ins Spiel".

Der DESV mit Sportleiter Hansjörg Riess, Damenwartin Beate Purucker und Nationaltrainer Rupert Geigl an der Spitze beklagt nicht nur sportlich, sondern auch menschlich einen "herben Verlust". Besonders aus Sicht von Damentrainer Rupert Geigl (EC Surheim), der das Amt im April 2013 von Ludwig Baumgartner übernommen hat, ist der Rücktritt der allseits geschätzten Sportlerin einschneidend.

Renate Schwindler, die inzwischen mit dem 32-jährigen Nationalmannschafts-Kadermitglied Andreas Greil vom EC Aiterhofen verheiratet ist, betont, dass ihr Entschluss schon längere Zeit feststeht. "Es ist eine persönliche Entscheidung. Meine Gründe habe ich den zuständigen Funktionären mitgeteilt, will diese aber nicht in der Öffentlichkeit publik machen."
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