Rennfieber rund um den Baum

Wenn es einen friert, dann hilft ja bekanntlich Bewegung, um warm zu werden. Die Jüngsten der Gmoi-Kirwaleit zeigten demnach einen besonders flotten Kirwatanz zum Lied "Hans bleib dou". Bild: sck

Eine etwas unterkühlte Gmoi-Kirwa ging am Montagabend mit dem Duo "Die Versumpften" und der spannenden Kirwabaumverlosung zu Ende. Ihren Höhepunkt hatte sie dieses Jahr allerdings in einer Premiere.

Das Organisationsteam der KLJB Welluck-Nitzlbuch um Theresia Eisend veranstaltete am Sonntagnachmittag ein Bobbycar-Rennen. Für das Qualifying hatten sich 17 Teilnehmer gemeldet. Vom Teenager bis zum erwachsenen Kerl um die 40 traten sie an, mit ihren umfunktionierten Kinderautos. Technisch waren die Gefährte aufgerüstet, damit sie die Last ihrer Piloten tragen konnten. Alle Mühe machten sich die mehrköpfigen Racing-Teams mit dem persönlichen Outfit wie auch bei der Verbesserung der Optik der Ein- oder Zweisitzer, Denn Preise gab es nicht nur für die drei Erstplatzierten, sondern auch für die originellsten Vehikel.

Große Schikane

Die Rennstrecke reichte vom Lindnerhof am Kirwazelt bis zum Gemeindezentrum. Die Fahrt auf dieser geraden und abschüssige Bahn wurde erschwert durch eine große Schikane hinauf zum Lindenbaum oberhalb der Dorfkapelle. Strohballen links und rechts erzwangen einen schwierigen Zick-Zack-Kurs. Da war extreme Geschicklichkeit am Steuer gefordert. Schon beim Qualifying gab es einen Sturz bei der Ausfahrt aus der Schikane. Mit einem Achsbruch schied das Bobbycar Nummer 5 aus. Beim Rennen fuhren dann immer zwei Starter im K.-o.-System gegeneinander. Der Verlierer war raus.

Erwin Gröniger aus Amberg vom Behringer-Man-Racing-Team, bereits beim Qualifying Sieger mit 16,9 Sekunden, gewann dieses Stechen. Er hatte Achsenverstärkungen aus Metall eingebaut. Gröninger verwies im Finale Reinhold Reichelt aus Meerbodenreuth vom Team "Ehemalige Streber-Stiften" auf den zweiten Platz. Die Mädels aus Welluck-Nitzlbuch starteten mit Fahrerin Marina Dirschwigl als Team Glitzer-Cruiser und holten sich den dritten Platz. Sie trat in entsprechendem Look an und hatte ihr Bobbycar mit einem Windrad getunt.

Dirndln und Lederhosen

Für Kirwastimmung am Baum sorgten die Tanzgruppen. Im feschen Dirndlkleid und in Lederhosen führten sie samstags und sonntags ihre bodenständigen Tänze auf. Wer vom Nachwuchs nicht tanzte, amüsierte sich im geheizten Zelt beim Kinderschminken oder schuf mit Farbe, Sieb und Zahnbürste sein eigenes Kunstwerk. Zeichenblätter und Schablonen waren ausreichend vorhanden, um mit dieser Abdecktechnik Eichen- und Kastanienblätter, Häuser, Schmetterlinge oder Sterne auf das Papier zu zaubern. Auch die Kutschenfahrten durch das Dorf waren eine Attraktion für die Jüngsten aus nah und fern. Abends sorgten die Bands Werntaler Spatzen oder Mir drei und Du für Partystimmung.

Die Kirwapaare tanzten dabei sogar auf den Tischen, feierten in der Bar und ließen ihr Oberkirwapaar Tina Vogl und Florian Trenz hochleben.
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