Rente in weiter Ferne

Pfarrer Martin Besold beim Festgottesdienst zum Patrozinium der St. Peters-Kirche im Steinwald. Bild: njn

Die Peterskirche feierte 65-jähriges Bestehen. Doch zum alten Eisen gehöre die Kirche noch lange nicht, wie Pfarrer Martin Besold während des Festgottesdienstes betonte.

"Unsere Peterskirche ist noch sehr jung", eröffnete Pfarrer Martin Besold den Gottesdienst zum Patrozinium. Unter den Klängen eines festliches Orgelstücks zog der Pfarrer mit dem liturgischen Dienst in die Kirche ein. Er stellte fest, dass die im Jahre 1950 fertiggestellte Peterskirche "wie eine Trutzburg am Steinwald steht."

Der 65. Geburtstag werde landläufig mit dem Eintritt ins Rentenalter verbunden. "Für die Peterskirche gilt das nicht.". In seiner Predigt stellte Pfarrer Besold die Basilika St. Peter im Vatikan, den Petersdom, in den Mittelpunkt. "Es ist die größte Kirche der Christenheit und genau unterhalb des Altars wird das Grab des heiligen Petrus verehrt." Wie er weiter ausführte, werde die Unterwelt des Petersdoms gerne als Geheimnis bezeichnet. "Es ist die schlichte Grabstätte des Apostels, der als Märtyrer den Glauben an Jesus Christus bezeugt hat - mit seinem Leben."

"Du bist Petrus, der Fels, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen." Pfarrer Besold merkte an, dass gerade diese Worte Jesus in der Steinwaldkirche am Altar figürlich dargestellt wurde. "Petrus bekommt die Schlüsselgewalt für das Himmelreich", so der Geistliche.

Wichtig sei die Beziehung der Menschen zu Jesus Christus. "Es geht letztlich nicht um prächtige Bauten und große Worte, es geht um die Gemeinschaft der Glaubenden, um das Bekenntnis zu Jesus." Der Grund der Kirche, der Fels Petri, sei keine triumphierende Kirche mit Pomp und Gloria. "Wir erleben eine Kirche, die mit ganzem Herzen ihren Bezugspunkt in Jesus hat. Das ist die Mitte des Petersfestes, das ist der Grund, warum die Peterskirche vor 65 Jahren erbaut worden ist." Pfarrer Besold dankte zum Abschluss allen, die den Gottesdienst mitgestalteten, vor allem den Steinwald-Chor und dem Förderverein der Steinwaldkirche. Im Anschluss wurde zur weltlichen Feier eingeladen. Neben einem Frühschoppen gab es am Nachmittag Kaffee und Kuchen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Tiefenbacherer.
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