Resolute Weiber und "Klappe, Joe"

Zum "Gipfelsturm" riefen die Theaterschauspieler des Trachtenvereins am Freitag erstmals ins Kolpinghaus. Und was da über das Publikum hinwegfegte, war wahrlich ein Sturm, nämlich der Lachsalven.

Selten hat sich das Publikum so königlich amüsiert wie über den Aufstand auf der Schmucker Alm. Aber der Reihe nach: Carina Hackl (Mandy Schmid), ein Mädel aus gutbürgerlichem Hause ist mit Klaus (Markus Baumgärtel), dem einzigen Spross einer Fabrikantenfamilie, den von Haberlands, liiert.

Doch die zwei Mütter, die im jeweiligen Hause das Regiment führen, sind gegen die Verbindung. Die Ehemänner haben nichts zu sagen. So laden die beiden jung Verliebten ihre Eltern auf die Schmucker Alm ein. Ein gemeinsames Wochenende soll endlich die ersehnte Verbindung besiegeln. Doch das Chaos nimmt seinen Lauf.

Stürmische Nacht

Die beiden unterm Pantoffel stehenden Gatten Johannes von Haberland (Florian Himmelhuber) und Adalbert Hackl (Thomas Sertl), klagen gegenseitig ihr Leid, ertränken ihren Kummer gemeinsam im Schnaps und müssen schließlich eine stürmische Nacht am Gipfel erleiden. Deren Ehefrauen dagegen, Ebergunde (Kerstin Meisel) und Carlotta (Sabine Kürzdörfer), könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie zicken sich gegenseitig an, die eine im derb-frechen Jargon, die andere weinerlich nach Desinfektionstüchern schreiend. Nur eines haben sie gemeinsam, sie dreschen nicht nur verbal auf ihre Angetrauten ein.

Allerlei Verwicklungen

Hüttenwirt Bene Schmucker (Thomas Riedhammer) samt Kompagnon Quirin Hopfendünger (Martin Achatz) können das Elend nicht länger mit ansehen und fädeln allerlei Verwicklungen ein, um die resoluten Weiber zur Räson und das junge Glück zum Ehebund zu bringen.

Nach rauer Nacht

Apres-Ski Experte Joe (Patrick Hamerla) spickt die Szenen mit typischen Hits, angesungen und vehement mit einem "Klappe, Joe!" immer wieder zum Schweigen gebracht. Doch nach einer rauen Nacht im Kuhstall und zahlreichen Tricks von Quirin willigen die wilden Weiber schließlich in die Eheverbindung ein und geloben ihren Männern gegenüber Besserung.

Mimik, Gestik und Tonlage wurden hervorragend in Szene gesetzt. Erneut hat das Trachtlertheater alle Erwartungen übertroffen. Aufführungen sind Samstag/Sonntag, 2./3. Mai jeweils um 19.30 Uhr im Kolpinghaus. Karten an der Abendkasse.
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