Retter sitzen auf dem Trockenen

Zur erfolgreichen Aus- oder Fortbildung beziehungsweise langjährigen aktiven Dienst gratulierten (von rechts) Peter Sirtl und Hannelore Gugel stellvertretendem Technischen Leiter Josef Ott (SEG-Führer und in der Ausbildung zum Rettungstaucher), Sabrina Höller (Sanitätshelfer), Sebastian Stock (Wasserretter), Carina Held (Sanitätshelfer), Patrick Conrad (zehn Jahre aktiver Dienst) und Benjamin Müller (Wasserretter). Bild: myd

Ein ereignisreiches Jahr mit einigen Neuerungen liegt hinter den Aktiven der Wasserwacht. Einen großen Wermutstropfen gibt es: Wegen der Renovierung der Schwimmhalle sind die Trainingsmöglichkeiten erheblich eingeschränkt.

Auf die Frage, ab wann in der Schwimmhalle wieder Badebetrieb möglich ist, musste auch Hannelore Gugel, die Vorsitzende der Ortsgruppe, in der Jahreshauptversammlung in der Wachhütte am Rußweiher den aktiven Kräften die Antwort schuldig bleiben. Nichtsdestotrotz ist bei der Wasserwacht ständig etwas geboten. "Die Kameradschaftsabende haben sich bewährt und werden im neuen Jahr weitergeführt", sagte Gugel. Dazu hatten die Mitglieder im vergangenen Jahr noch jede Menge Einsätze und Übungen zu absolvieren.

Allein in den Sommermonaten leisteten die Aktiven über 1000 ehrenamtliche Dienststunden mit diversen Hilfeleistungen und Arbeitseinsätzen am Rußweiher. Zudem rückten Wasserretter, Taucher und Motorbootführer zu fünf Einsätzen in Weiden und Umgebung aus.

Etliche Übungen

Ein neues System, bei dem die Alarmierung der Rettungskräfte über Handys erfolgt, wurde im März eingeführt. Ab April fanden die von Josef Ott, dem stellvertretenden Technischen Leiter, initiierten Kameradschaftsabende statt. Bei diesen monatlichen Treffen bringt ein Dozent den Mitgliedern ein für Wasserwacht oder Rettungsdienst spezifisches Thema näher. Hinzu kamen etliche praktische Einheiten, wie eine Tauchübung im Januar, eine Übung im April in der Dießfurter Freizeitanlage und eine Wasserrettungsübung am Rußweiher zusammen mit Gästen aus dem Saarland im Juni.

Sechs Jugendliche ließen sich von September bis Dezember in je 60 Unterrichtsstunden zu Sanitätshelfern ausbilden, andere Mitglieder absolvierten die Fortbildung zum Wasserretter, Naturschutzbeauftragten oder Sondereinsatz-Gruppenführer. Weitere zwei Aktive befinden sich in der Ausbildung zum Rettungstaucher. Erst im Dezember gab es für alle Wasserwachtler eine Ausbildung am Defibrillator. So werden der Ausbildungsstand laufend aktualisiert und die Kenntnisse erweitert.

Auf der "Wiesn" im Einsatz

Das Motorrettungsboot erhielt im Mai einen neuen Außenbordmotor und wurde im Herbst vollständig renoviert, so dass es nun den aktuellen Standards entspricht. Der Bus wurde einer Prüfung nach dem Medizinproduktegesetz unterzogen, in die Wachhütte wurde eine neue Heizung eingebaut.

Sehr gefragt war die Wasserwacht bei Veranstaltungen, wie Beachpartys, dem Waldbadfestival, Triathlons oder Abschlussbällen. Sogar auf der Münchner "Wiesn" kamen die Aktiven als Bereitschaftskräfte oder bei der Einlasskontrolle zum Einsatz. Seit Juni ist die Ortsgruppe auf Facebook vertreten. Zusätzlich zu den vielen ehrenamtlich geleisteten Diensten pflegten die Mitglieder das gesellschaftliche Leben mit Grillfesten und gemeinsamen Festbesuchen.

Zusammen mit Peter Sirtl, dem Technischen Leiter der Kreiswasserwacht Weiden/Neustadt, nahm Hannelore Gugel in der Jahreshauptversammlung eine Ehrung vor: Sie überreichte Patrick Conrad für zehn Jahre aktiven Dienst in der Ortsgruppe eine Urkunde.
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