Rettung einer "verschütteten Person" einer von vielen Einsätzen beim 24-Stunden-Aktionstag der ...
Mit Flaschenzug aus dem Schacht

Pressath. (is) Das Leben von Feuerwehrmännern ist kein Honigschlecken. Vor allem, wenn ein Einsatz den anderen jagt. Wie es sich anfühlt, in diesem nicht leichten Beruf zu bestehen, erlebte die Jugendgruppe der Feuerwehr Pressath. Die 24-Stunden-Übung hatten die Jugendwarte der Feuerwehr, Regina Kneidl und Alexander Haucke, sowie Andreas Argauer organisiert. Als Helfer wirkten Ralf Schupfner, Andreas Kneidl und Dominik Muhr mit.

Bei den Unterrichtseinheiten, immer wieder von "Einsätzen" unterbrochen, standen Fahrzeugkunde, Atemschutz und Rettungseinsatz auf dem Programm. Schon am frühen Vormittag ließ die Einsatzzentrale die Teilnehmer zu einem "Brand des Grüngutcontainers am Kahrmühlweg" ausrücken. Adjutant Ralf Schupfner und Gerätewart Dominik Muhr zeigten danach den richtigen Einsatz von Rettungsgeräten und der Seilwinde.

"Person unter Last eingeklemmt" lautete die Vorgabe auf dem Gelände der Firma Schleicher. Dort war es zu einem "Zusammenstoß zweier Gabelstapler" gekommen. Mit Hilfe einer Seilwinde wusste zunächst einer der Stapler weggezogen werden, um an die eingeklemmte Person zu kommen. Anschließend wurde das zweite Fahrzeug mit Hegekissen angehoben und der Verletzte befreit.

Zurück im Gerätehaus ging es um "Tragbare Leitern". Der Unterricht dauerte aber nicht lange, es stand ein "Brand am Schuttabladeplatz der Stadt" in der Nähe des Übungsplatzes des Schäferhundevereins an. Da das Brandgut beziehungsweise der Brennstoff nicht klar zu definieren war, erfolgte die Brandbekämpfung mit Schaum.

Nach dem Punkt "Instandsetzung der Fahrzeuge und Reinigung des Materials" im Gerätehaus meldete der Funk am frühen Abend eine "verschüttete Person im Kieswerk Suttner" in Troschelhammer. Diese war zwischen zwei Schaltafeln in einen Schacht in die Tiefe gerutscht. Zwei Feuerwehrleute drangen mit einer Leiter bis zur Puppe vor. Neben den zur Rettung notwendigen Einsatzgeräten mussten wegen der Dunkelheit auch Scheinwerfer zum Kiesberg gebracht werden.

Der Einsatz gestaltete sich schwierig, da aufgeschüttete Steine immer wieder nachrutschten. Schließlich banden die Jugendlichen zwei Leitern zusammen und brachten den Verletzten mit einem Flaschenzug und einer Schleiftrage wieder an die Oberfläche. Die Nacht verlief ruhig. Mit einem gemeinsamen Frühstück endete die 24-Stunden-Übung.

Großes Lob sprachen die Verantwortlichen allen Teilnehmern aus. Dankesworte richteten sie auch an die beteiligten Firmen sowie an die Stadt Pressath. Zum Gelingen des Aktionstages trug auch das Küchenteam mit Heidi Schupfner und Regina Kneidl teil.
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